Lichtblick im Storage-Markt: Flash wird erwachsen

Mehr denn je treibt Flash den Storage-Markt an. Die Technologie ist erwachsen geworden und längst nicht mehr nur ausgewählten Workloads vorbehalten, die hohe Performance-Anforderungen stellen. Die sinkenden Flash-Preise in Kombination mit den im Vergleich zu Festplatten günstigeren Betriebskosten machen den Einsatz auf breiter Front attraktiv.

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Die durch die Digitalisierung von Geschäftsprozessen wachsenden Datenmengen sorgen dafür, dass der Speicherbedarf im Business-Umfeld weiter zunimmt. Doch die sinkenden Preise für Storage-Systeme lassen das Umsatzvolumen des Marktes stagnieren. Im zweiten Quartal dieses Jahres betrug es laut IDC weltweit 8,8 Milliarden Dollar – exakt wie im Vorjahreszeitraum, obwohl Systeme mit 12,9 Prozent mehr Speicherkapazität ausgeliefert wurden. Immerhin: Das Geschäft mit klassischen Endkunden, das Großteils über den Channel läuft, entwickelt sich ordentlich. Es waren vor allem die um 21,5 Prozent einbrechenden Direktverkäufe von ODM-Herstellern an Hyperscaler, die ein Wachstum im Storage-Markt verhinderten. Besonders serverbasierte Storage-Systeme wurden dagegen deutlich stärker nachgefragt und konnten um 9,8 Prozent auf 2,4 Milliarden Dollar zulegen. Die Umsätze mit externen Storage-Arrays, die das größte Marktsegment darstellen, verharrten nahezu unverändert bei 5,7 Milliarden Dollar.

In diesem Bereich ist Flash mittlerweile das dominierende Speichermedium – mehr als die Hälfte der Umsätze mit Storage-Arrays wird längst mit Systemen gemacht, in denen ein Flash-Anteil oder nur noch Flash steckt. Waren reine Flash-Arrays wegen der hohen Anschaffungskosten lange speziellen Workloads vorbehalten, die hohe Performance-Anforderungen stellen, so haben die sinkenden Preise und Vorteile bei den Betriebskosten breitere Anwendungsfelder erschlossen. Hybride Systeme, lange der Star im Markt, weil sie durch die Kombination aus schnellem Flash und günstigen Festplatten eine optimale Mischung aus Kosten und Performance boten, büßen daher ein wenig an Bedeutung ein und kommen nur noch auf geringe Zuwächse. Das spiegelt sich auch in den IDC-Zahlen wider: So wurde mit hybriden Arrays im zweiten Quartal 2016 ein Umsatz von 2,3 Milliarden Dollar erreicht, was nur einen moderaten Anstieg um 100 Millionen gegenüber dem ersten Quartal dieses Jahres darstellt. Zum Vergleich: Im selben Zeitraum kletterte der Umsatz mit All Flash-Systemen von 795 Millionen auf 1,1 Milliarden Dollar.