Schmuddelfilme statt Schulaufgaben: Porno-Streit um Gratis-WLAN in Indien

Eine eigentlich gut gemeinte Kooperation des indischen Providers Railtel mit Google für kostenloses WLAN an Bahnhöfen sorgt für einige Verstimmungen. Angeblich nutzen die Inder das Angebot in der Hauptsache zum Download von pornografischem Material.

Bahnreisende in Indien nutzen das kostenlose WLAN in den Wartehallen offenbar etwas anders als geplant
(Foto: jetrel2 - Fotolia)

Ein aktueller Bericht der indischen Nachrichtenagentur IANS sorgt derzeit für einigen Streit und Gelächter in der weltweiten Internetgemeinde. In der Meldung geht es um eine Kooperation des staatlichen indischen Internetproviders Railtel mit Google, die kostenloses WLAN an den wichtigsten Bahnhöfen des Landes bereitstellt. Eigentlich soll dieser kostenlose Internetzugang dazu dienen, dass Arbeiter und Schulkinder die teils sehr langen Wartezeiten auf ihre Züge sinnvoll nutzen und ihre Aufgaben erledigen können. In der Agenturmeldung wird jedoch ein Insider zitiert, der behauptet, der Großteil des Datenvolumens entfalle auf das Betrachten und Herunterladen von pornografischem Material aus dem Netz. In einer ersten Antwort dementiert Railtel diesen Vorwurf halbherzig mit dem Hinweis, es würden keine Daten erfasst, mit denen sich die beliebtesten Webseiten und Angebote der über drei Millionen täglichen Nutzer herausfiltern ließen.

Immerhin steht Indien mit diesem Problem nicht alleine da. Gerade erst hat die Stadt New York beschlossen, ihre Anfang des Jahres an zentralen Stellen aufgestellten öffentlichen Internet-Kioske vorerst wieder zu deaktivieren. Auch hier wurde als Grund genannt, dass Passanten die fest eingebauten Tablets mit dem Gratiszugang nur allzu oft auf Schmuddelseiten unterwegs waren, anstatt sich über Sehenswürdigkeiten und städtische Angebote zu informieren oder ihre Emails zu checken.

Kommentare (1) Alle Kommentare

Antwort von Alex Kossorotow , 15:09 Uhr

Naja, in Indien ist sind Pornos vermutlichj illegal, aber dass die Amis sogar da ausleuchten, welche Seiten verstärkt besucht werden! Das geht die doch eigentlich nen feuchten Dreck an! Also kann man auf jeden Fall festhalten: Wer diese public-access-points nutzt, um tatsächlich seine EMAILS ZU CHECKEN, muss doch schon mal schön blöd sein!