Licht für das Smart Home: Ikea bringt smarte Leuchten

In den nächsten Monaten will Ikea sein Angebot rund um das smarte Heim mit neuen Produkten ausbauen. Dabei steht mit diversen fernsteuerbaren Lichtquellen zunächst vor allem die Beleuchtung im Fokus.

(Foto: Ikea)

Produkte für das Smart Home gehören zu den wachstumsstärksten Segmenten des Marktes für Elektronik. Im laufenden Jahr wird in Deutschland bereits mit einem Umsatzvolumen von rund 700 Millionen Euro und knapp 30 Milliarden Euro weltweit gerechnet, bis 2020 soll sich der Markt verdoppeln. Damit erreicht das Thema den Massenmarkt und wird zunehmend auch für Player interessant, die nicht aus der ITK- und Elektronikbranche kommen. Ein eindrückliches Beispiel dafür ist Ikea. Nachdem der schwedische Möbelgigant in den vergangenen Jahren mit einzelnen Produkten wie Lampen mit integrierter Drahtlos-Ladestation erste Schritte in diese Richtung gewagt hat, soll das entsprechende Portfolio in den nächsten Jahren sukzessive ausgebaut werden. Vorerst bleibt der Fokus dabei vor allem auf der Beleuchtungstechnik. Noch in diesem Jahr will Ikea verschiedene fernsteuerbare und vernetzte Lichtsysteme in sein Angebot aufnehmen – ab Oktober zunächst in einigen ausgewählten Märkten wie Belgien, Italien, Tschechien und dem Heimatland Schweden und ab dem nächsten Frühjahr dann weltweit. Oberste Priorität hat für Ikea dabei, für alle bezahlbare und leicht zu installierende Produkte für das »Internet der besseren Dinge« anbieten zu können.

Zu den entsprechenden neuen Produkten zählen beispielsweise die »Tradfri«-Leuchtmittel. Per Fernbedienung lassen sich eine oder mehrere der LED-Glühbirnen Ein- und Ausschalten und verschiedene Parameter wie Helligkeit und Farbtemperatur anpassen. Da die Steuerungs- und Empfangselektronik in den Birnen verbaut ist, können sie in jeder herkömmlichen Lampe verwendet werden. Ähnliche Optionen bieten auch die »Floalt«–Lichtpanele für die Wand- oder Deckenmontage. Neben der Dimmerfunktion können die Nutzer hier drahtlos zwischen einer warmen, kerzenähnlichen, dem für LEDs typischen kalten und einem tageslichtähnlichen neutralen Licht wechseln. Darüber hinaus bringt Ikea mit »Surte« auch entsprechend beleuchtete Türen für die Besta-Schranksysteme. Diese verfügen zudem über einen Bewegungssensor, der ein automatisches Ein- und Ausschalten beim Öffnen und Schließen der Türen ermöglicht. Da das Licht dabei durch die Glastüren scheint, können die Schränke somit ins Beleuchtungskonzept des Wohnraums mit eingebunden werden.

Die Lebensdauer der LED-Leuchten wird von Ikea mit rund 20.000 Betriebsstunden angegeben. Den technischen Spezifikationen der Zulassung bei der amerikanischen Federal Communications Commission zufolge sollen die smarten Ikea-Leuchten als Übertragungsstandard neben ZigBee auch Bluetooth Low Energy unterstützen, so dass auch eine Steuerung per App über Smartphones und Tablets zumindest möglich wäre. Zudem sollen diese Lösungen künftig um weitere Möglichkeiten ergänzt werden, so dass beispielsweise vordefinierte Schaltfunktionen automatisch beim Betreten eines Raumes aktiviert werden. Außerdem hat Ikea bereits angekündigt, das Portfolio an Produkten für das Smart Home in den nächsten Jahren weiter auszubauen. Dabei will das Unternehmen nach eigenem Bekunden nicht auf kurzlebige Gadgets setzen, sondern durchdachte und ausgereifte Lösungen bringen, die einem Gesamtkonzept folgen.