Kemp Technologies: Application Delivery Controller aus der Cloud im Pay-per-Use

Mit »Kemp 360 Cloud« hat Kemp Technologies ein ADC-Paket geschnürt, das Unternehmen bei der Migration ihrer Anwendungen in die Cloud unterstützen soll. Kernstück ist neben dem virtuellen Load Balancer ein neues Lizenzmodell, das sich nach der tatsächlich genutzten Bandbreite richtet.

(Foto: jijomathai - Fotolia)

Viele Unternehmen sind derzeit dabei, ihre On-Premise-Applikationen in die Cloud zu verlagern. Dort würden sie aber aus Sicherheitsgründen oft zu große Kapazitäten vorhalten und ihre Application Delivery Controller (ADC) zu großzügig dimensionieren, hat Jason Dover von Kemp Technologies beobachtet. Der Hersteller hat daher mit »Kemp 360 Cloud« ein neues Angebot geschnürt, das nicht nur alle Tools für ein Load Balancing in Private und Public Clouds mitbringt, sondern auch eine Abrechnung nach der tatsächlich genutzten Bandbreite bietet. Dieses soll verhindern, dass Unternehmen einen zukünftigen maximalen Bandbreitenbedarf abschätzen und bezahlen müssen, um eventuelle Lastspitzen abzufangen. Mit MELA, kurz für »Metered Enterprise Licencing«, können sie dagegen laut Kemp eine unbegrenzte Anzahl an ADC-Instanzen implementieren, die bei Bedarf dynamisch bereitgestellt und nach Kapazität abgerechnet werden. So bleiben Anwendungen auch bei Lastspitzen verfügbar, ohne dass in Zeiten normaler Nutzung zusätzliche Kosten auflaufen. Um bestimmte Maximalkosten bei extremen Nutzungspeaks zu verhindern, können Unternehmen bei Kemp 360 Cloud allerdings Abrechnungsgrenzen festlegen.

Basis der Lösung ist der »Virtual Load Master«, das virtuelle ADC-Flaggschiff von Kemp. Ihm zur Seite steht mit »Kemp 360 Central« ein zentralisiertes Management über verschiedene Cloud-Umgebungen hinweg, das nicht nur alle Controller verwaltet, sondern auch das Monitoring übernimmt und Auswertungen liefert. Dazu kommt mit »Kemp 360 Vision« ein gemanagter Cloud-Dienst, der die Einhaltung von SLAs kontrolliert.

»Traditionelle Anbieter haben es versäumt, ihren Kunden passgenaue Lizenz- und Verbrauchsmodelle für die Cloud anzubieten«, sagt Thomas Kurz, Regional Director Germany, Austria, Switzerland and Eastern Europe bei Kemp. »Es reicht nicht, einfach On-Premise-Funktionalität zu portieren oder auf einem Cloud-Marktplatz präsent zu sein, um die Anforderungen der Kunden rund um die Cloud zu erfüllen.«

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