Polycom stellt sich breiter auf: Videoconferencing für neue Zielgruppen

Um Hürden bei der praktischen Nutzung zu überwinden, arbeitet Polycom daran, ein möglichst natürliches Raumgefühl in Videokonferenzen zu schaffen. Der Hersteller adressiert verstärkt den Mittelstand.

Jens Brauer, Area Sales Vice President Central Europe beim Videokonferenzanbieter Polycom
(Foto: Polycom)

Die Vorteile von Videoconferencing liegen auf der Hand: Unternehmen können Kosten sparen und die Produktivität ihrer Mitarbeiter erhöhen. Dennoch tun sich Videokonferenzlösungen bis heute schwer, im Unternehmensalltag wirklich anzukommen.

Zwar haben sich vor allem Großunternehmen bereits vor einigen Jahren durchaus in großem Stil mit Videokonferenzsystemen eingedeckt. In der Praxis wurden die teuren Lösungen dann aber nicht in dem Maße genutzt, in dem man es erwartet hatte. Zu schwierig war die Handhabung, zu schlecht anfangs oft die Übertragungsqualität. »Videoconferencing wird nicht genutzt, wenn es zu kompliziert ist«, weiß Jens Brauer, Area Sales Vice President Central Europe beim Videokonferenzanbieter Polycom.

Doch obwohl die meisten Lösungen mittlerweile wesentlich einfacher zu bedienen sind, empfinden viele Nutzer Video noch immer als Fremdkörper in einem Meeting – trotz hochauflösender Bilder und flüssiger Übertragung. Polycom hat sich deswegen zum Ziel gesetzt, Lösungen zu entwickeln, die ein möglichst natürliches Raumgefühl schaffen, das von der klassischen Videoconferencing-Situation weggeht. »Man muss die Hürden abschaffen, damit die Leute Videoconferencing auch wirklich nutzen«, gibt Brauer vor.

Gelingen soll das unter anderem mit den sogenannten »Center of the Room«-Lösungen der »Centro«-Serie. Deren 360-Grad Voice- und Video-Technologie erkennt anhand von Bewegungen, Sprache und Gesichtern, wo sich gerade der aktive Punkt in einem Meeting befindet, und rückt diesen in den Mittelpunkt der Übertragung. Gleichzeitig wird auf demselben Bildschirm der gesamte Konferenzraum gezeigt. »Hochqualitative Lösungen zu haben ist extrem wichtig«, weiß Brauer, der Ende 2014 nach 16 Jahren beim Storage-Riesen EMC zu Polycom gewechselt ist.

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