Jahresbilanz: Rekordjahr bei Datagroup

Datagroup steigert Umsatz und Gewinn deutlich. Um sich ein internationales Erscheinungsbild zu geben, hat der Dienstleister die Umwandlung in eine Europäische Aktiengesellschaft eingeleitet.

Datagroup möchte die Rechtsform einer SE annehmen
(Foto: Datagroup)

Datagroup hat im zurückliegenden Geschäftsjahr einen Rekordumsatz von 157,6 Millionen Euro erzielt. Im Vergleichszeitraum hatte der Dienstleister aus dem schwäbischen Pliezhausen noch 152,4 Millionen umgesetzt. Vor allem im höhermargigen Dienstleistungsgeschäft hat Datagroup deutlich zugelegt und den Umsatz auf 120,8 Millionen Euro ausgebaut. Der Dienstleistungsanteil am Umsatz stieg auf 76,6 Prozent. Im Vorjahr hatte er noch bei 75,1 Prozent gelegen. Der operative Gewinn verdoppelte sich von 4,8 Millionen Euro auf 9,6 Millionen.

Auch mit dem Start ins neue Geschäftsjahr, das am 1. Oktober 2015 begonnen hat, ist der Datagroup-Vorstand bislang zufrieden. Der Dienstleister konnte mehrere Neukunden, wie die MEZ GmbH, den europaweit führenden Anbieter von Handarbeitsprodukten und die Schott AG, einen Technologiekonzern für Spezialglas und Glaskeramik, für langfristigen Outsourcing- und Cloud-Verträge gewinnen.

Um sich mit der zunehmenden Größe seiner Kunden ein internationales Erscheinungsbild zu geben, hat Datagroup aktuell die Umwandlung in eine Europäische Aktiengesellschaft eingeleitet. »Wir sind überzeugt, dass wir dadurch noch attraktiver für international agierende Kunden werden«, sagt Datagroup-COO Dirk Peters. Der Fokus der operativen Geschäftstätigkeit des Systemhauses wird allerdings auch weiterhin auf dem deutschen Markt liegen. Der Aufbau eigener ausländischer Servicestandorte ist nicht geplant. Internationale Aktivitäten ihrer Kunden betreut Datagroup im Rahmen einer Follow-the-Customer-Strategie von Deutschland aus.

Der Verschmelzungsplan mit einer nicht operativ tätigen österreichischen Aktiengesellschaft wird der Hauptversammlung am 17. März zur Abstimmung vorgelegt. Die Datagroup AG soll im Zusammenhang mit der Verschmelzung die Rechtsform der Societas Europaea (SE) annehmen und unverändert mit einem dualistischen System, bestehend aus Vorstand und Aufsichtsrat, ausgestaltet werden.