Wertvolles Potenzial wird verschenkt: Viele Hürden bremsen das IoT

Unaufhaltsam werden unter dem Begriff Internet of Things immer mehr Devices vernetzt. Das schafft Chancen für die deutsche Wirtschaft. Gleichwohl besteht hierzulande die Gefahr, in den Kinderschuhen stecken zu bleiben.

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Die intelligente Vernetzung von Devices zieht sich durch alle Lebensbereiche. Ob als »Smart Home« in den eigenen vier Wänden, als »Smart City« in den Städten oder als »Industrie 4.0« in der Produktion. Das Internet of Things (IoT), das Internet der Dinge, scheint unaufhaltsam. Bis zum Jahr 2020 sollen 50 Milliarden Smartphones, Computer und Sensoren miteinander vernetzt sein. Das Potenzial ist enorm.

Die Entwicklung verspricht nicht nur Konsumenten einen Mehrwert. Unternehmen, die auf ein digitales Geschäftsmodell umstellen, können ebenso von IoT-Lösungen profitieren. So prognostizieren beispielsweise die Unternehmensberater von McKinsey in einer Studie zum IoT, dass die intelligente Vernetzung von Geräten und Maschinen weltweit einen wirtschaftlichen Mehrwert von elf Billionen US-Dollar im Jahr 2025 generiert. Das entspräche etwa 11 Prozent der globalen Wirtschaftsleistung. Die Studie sagt aber auch: Größter Profiteur der digitalen Transformation werden die Endkunden sein.

Bereits zahlreiche Hersteller präsentierten auf der IFA »Wearables«, die das Internet of Things in den privaten Bereich bringen und sportliche Aktivitäten sowie Gesundheit der Nutzer unterstützen. Zusammen mit Smart Home-Lösungen machen sie die Digitalisierung bereits greifbar. Dies betrifft jedoch noch nicht alle Bereiche. So wird das Potenzial des IoT zwar auch in der Politik, Wirtschaft und Industrie erkannt. Vor allem am Innovations- und Industriestandort Deutschland spielen Lösungen auf Grundlage des Internet of Things eine wichtige Rolle. Eine Vorreiterrolle nimmt hier beispielsweise die Automobilindustrie ein. Mit BMW und VW sind zwei Weltmarken bereits dabei, ihre Produktionsstätten zu vernetzen. In der »Smart Factory«, in der die Produktion zunehmend automatisiert abläuft, Maschinen untereinander sowie mit dem Produkt selbst kommunizieren, werden Fehler so auf ein Minimum reduziert.

Kommentare (1) Alle Kommentare

Antwort von PC-Flüsterer Bremen , 07:30 Uhr

Das IoT ist aus mehreren Gründen ein gefährlicher Irrweg. Die beiden Hauptgründe:

1. Bereits der bestimmungsgemäße Gebrauch gefährdet die Privatsphäre der Nutzer in einem nie dagewesenen Ausmaß.

2. IoT ist kinderleicht angreifbar. Wir bewegen uns hier im kosten-sensiblen Consumer-Sektor, wo für Schutzmaßnahmen in Konzept und Ausführung noch weniger Geld da ist als im Profi-Segment. Und sogar dort wurden vernetzte Komponenten erfolgreich angegriffen. IoT zu hacken ist für einen Könner nur eine Fingerübung, wie schon mehrfach bewiesen wurde.

Mir kommt kein IoT ins Haus, Auto oder an den Körper!