CRN-Workshop Netzwerk-Technologien: Mehr Umsatz im Netzwerk der Zukunft

Die Welt vernetzt sich und schafft dabei neue Geschäftsmöglichkeiten – auch für den Fachhandel. Beim CRN-Workshop Netzwerk-Technologien konnten sich die Teilnehmer über neue Vernetzungsstrategien informieren.

Sicherheit im Fokus

Maik Wetzel, Sales Director B2B DACH bei Eset
(Foto: CRN)

Wenn es um Vernetzung geht, spielen auch Sicherheitsaspekte eine entscheidende Rolle. Denn Konzepte wie M2M-Kommunkation oder selbstfahrende Autos dürften nur dann eine Zukunft haben, wenn sie von zuverlässigen Sicherheitsszenarien getragen werden. Maik Wetzel, Sales Director B2B DACH beim Security-Hersteller Eset, erläuterte in seinem Vortrag, welche Rolle Sicherheitslösungen von Eset in Netzwerkumgebungen spielen. Der slowakische Security-Spezialist ist zwar in erster Linie aus dem Malware-Schutz bekannt und macht bislang 80 Prozent seines Umsatzes in seinem traditionellen Geschäftsfeld. Wer Eset auf den Schutz vor Schadsoftware beschränkt, greift jedoch zu kurz. »Es geht um mehr als Malware-Schutz bei Eset. Wir stellen uns als IT-Security-Spezialist mittlerweile viel breiter auf«, stellte Wetzel in seinem Vortrag klar. Neben dem traditionellen Produktspektrum wie Endpoint Security oder Antivirus gehören zum Eset-Portfolio inzwischen eine ganze Bandbreite an Angeboten, unter anderem für Secure Authentication und File Security. Auch das Servicegeschäft gewinnt, etwa durch das Angebot von Penetration Testing, rasant an Bedeutung.

Mit dem erweiterten Portfolio trägt Eset der Tatsache Rechnung, dass Unternehmen heute vor ganz anderen Sicherheitsherausforderungen stehen als noch vor einigen Jahren: Mitarbeiter arbeiten immer häufiger mobil, oft mit ihren privaten Endgeräten. Für Teile der Unternehmensapplikationen werden Cloud-Dienste genutzt, externe Partner haben in Projekten Zugriff aufs Unternehmensnetzwerk. Auch Hacker sind bei ihren Angriffen auf Unternehmen raffinierter geworden. »Cybercrime hat sich zum Milliardenbusiness mit hochdotierten Spezialisten entwickelt«, so Maik Wetzel.

Einen Ausblick auf Zukunftsszenarien im Netzwerk gab York Bothe, beim IP- und SAN-Spezialisten Brocade verantwortlich für das Presales-Geschäft in Deutschland. »In den letzten 20 Jahren hat sich im Netzwerk nicht viel verändert«, merkte er an. Dieser Stillstand dürfte nun jedoch vorbei sein. Denn die Tatsache, dass Netzwerke bislang kaum virtualisiert sind und die Konfiguration weitgehend händisch vorgenommen wird, stoppt aktuell den Wandel im Rechenzentrum. »Automation im Netzwerk ist fundamental wichtig. Das kann den Kunden helfen, die Komplexität zu reduzieren«, stellte Bothe in seinem Vortrag klar. Auch in künftigen Software Defined Networking-Strategien spiele Automatisierung eine zentrale Rolle. Die Hardware müsse deswegen bereits jetzt auf diese neuen Anwendungen vorbereitet werden, mahnte Bothe an. »Bei der Beschaffung neuer Hardware sollte man darauf achten, dass sie standardisierte Schnittstellen hat, damit keine neuen Produkte notwendig werden, wenn man eine Orchestrierungs-Plattform anschaffen will«, riet Bothe.