Gastbeitrag API-Management: Grundvoraussetzung für das Internet der Dinge

Bis 2020 sollen 50 Milliarden Geräte im »Internet der Dinge« vernetzt sein. Ihre sichere und reibungslose Integration bietet Systemhäusern ein enormes Umsatzpotential.

Das Internet der Dinge bietet Systemhäusern und Resellern zahlreiche Aufgaben. (Africa Studio, fotolia.de)

Laut Schätzungen der Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) wird im Jahr 2022 der durchschnittliche Haushalt mit zwei Kindern im Teenageralter über etwa 50 mit dem Internet verbundene Geräte verfügen, heute sind es ungefähr zehn internetfähige Geräte. Konservativen Schätzungen zufolge werden derzeit etwa 12 Milliarden Geräte mit Internetanschluss genutzt. Eine Cisco-Studie besagt, dass diese Zahl bis zum Jahr 2020 auf 50 Milliarden Geräte anwachsen dürfte. Und so wird der als das »Internet der Dinge« bezeichnete Trend, auch wenn die Idee nicht neu ist, mit jedem neuen WiFi-fähigen Thermostat und jedem weiteren Touchscreen am Armaturenbrett eines Fahrzeugs mehr und mehr zur Wirklichkeit. Mögliche Auswirkungen dieses Trends sind z. B. ein höheres Maß an Verbraucherfreundlichkeit, verbesserte Prozessabläufe in Unternehmen sowie neue Einnahmequellen für traditionelle Branchen und die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle.

Der Begriff »Internet der Dinge« (»Internet of Things« / IoT) wurde vor etwa 15 Jahren von Kevin Ashton, dem Pionier der RFID-Technologie geprägt. Er besagt, dass der Datenverkehr über das Internet zunehmend auf einem System-zu-System- bzw. Anwendung-zu-Anwendung-Ansatz basiert, Menschen jedoch nicht mehr involviert sind. Noch befindet sich das Internet der Dinge in einem frühen Entwicklungsstadium: Ingenieure verbinden verschiedene Objekte wie Smartphones, Fahrzeuge und Haushaltsgeräte mit Sensoren, untereinander und mit dem Internet. Dieses Wachstum fällt mit dem Wachstum in einem anderen Bereich zusammen: der zunehmenden Nutzung von Web-APIs für die Integration. Web-APIs sind die Grundlagentechnologie, die das Internet der Dinge ermöglicht.

Geschäftschance für Systemhäuser

Für Systemhäuser ergibt sich im Hinblick auf das Internet der Dinge ein enormes Potenzial, zum einen hinsichtlich der Beratung zu Themen wie Implementierung, Konzeption, Sicherheit und Betrieb, zum anderen hinsichtlich der Einbindung in die unterstützten Applikationen. So können API-Komponenten in die branchenspezifischen Anwendungen eingebaut werden, um deren Wert für die Kunden zu steigern. Beide Seiten profitieren von dieser Art der Zusammenarbeit, da sich dadurch der »Go-to-Market« erheblich verkürzt. Auch müssen Basis-, Monitoring- sowie Security-Technologien nicht erst aufgesetzt werden, sondern sind bereits im Paket enthalten.