Wachstumsmarkt Desktop-as-a-Service: NetApps Pläne im Service Provider-Geschäft

Service Provider übernehmen im Channel von NetApp eine wichtigere Rolle. Der Speicherspezialist schafft einen einheitlichen Channel.

Johannes Wagmüller, Director Systems Engineering bei NetApp, Foto: NetApp

NetApp bleibt seinen Wurzeln als Speicherhersteller treu. »Wie definieren uns als Storage Company«, stellt Johannes Wagmüller, Director Systems Engineering bei NetApp, klar. Während Konkurrent EMC in den vergangenen Jahren zahlreiche Unternehmen akquiriert und sich auf diesem Weg ganz neue Märkte, etwa für Big Data oder Security erschlossen hat, möchte NetApp neue Wachstumsmärkte vor allem durch Technologie-Partnerschaften adressieren. Auch eigene Cloud-Services bietet NetApp bewusst nicht an, um mit den Partnern nicht in Konkurrenz zu treten. »Wir sind überzeugt, dass diese Offenheit der richtige Weg ist«, sagt Peter Wüst, Director Strategic Pathways bei NetApp. »Wir müssen Lösungen aus Technologie bauen, egal wem diese Technologiebausteine gehören.«

Im Zuge dieses Modells gewinnen Service Provider im Channel von NetApp immer mehr Bedeutung. Bereits vor zwei Jahren hat der amerikanische Hersteller ein eigenes Service Provider Programm gestartet. Weltweit arbeitet NetApp mittlerweile mit mehr als 150 Service Providern zusammen. In Deutschland gehören dazu große Anbieter wie BT, Verizon oder NTT. Aber auch lokale Service Provider wie Colt oder Freudenberg IT spielen eine wichtige Rolle im NetApp-Channel. »Wir wollen für jede Endkundenanforderung den richtigen Service Provider haben«, sagt Wüst.

Statt Service Provider, Reseller und Systemintegratoren weiterhin separaten Partnerprogrammen zuzuordnen, arbeitet NetApp seit dem vergangenen Sommer daran, einen einheitlichen Channel aufzubauen. Unterschiedliche Partnertypen haben nun die gleichen vertraglichen und rechtlichen Rahmenbedingungen. Mit diesem Channel-Umbau trägt NetApp vor allem der Entwicklung Rechnung, dass die Grenzen zwischen den einzelnen Geschäftsmodellen seiner Partner zunehmend verwischen. »Wir haben die Schranken aus der Vergangenheit beseitigt«, sagt Peter Wüst. »Wir dürfen einem Partner nicht diktieren was er macht.«

Übersicht