Kriselnde Elektrokette: Rewe stößt Pro Markt endgültig ab

Rewes Verkauf der kriselnden Pro Markt-Tochter ist nun endgültig beschlossene Sache. Wie der Konzern bekanntgab, werden alle Verkaufsoptionen – von einem Komplettverkauf bis hin zum Verkauf einzelner Filialen – ausgelotet.

Die anhaltenden Verluste von Pro Markt zwingen die Rewe-Mutter zum Verkauf (Bild: Pro Markt)

Die anhaltenden Verluste bei Pro Markt veranlassen die Konzernmutter Rewe, die Elektrokette nun endgültig abzustoßen. Wie Rewe am Mittwoch bekanntgab, hat der Vorstand die Geschäftsführung von Pro Markt beauftragt, die Trennung zu prüfen. Dabei will sich der Konzern alle Verkaufsoptionen – vom Komplettverkauf bis hin zur Veräußerung einzelner Filialen – offen halten. Rewe sieht auch mittelfristig keine Möglichkeiten, das Filialgeschäft der Elektroniktochter profitabel zu gestalten. Laut Unternehmen brach allein 2012 der Umsatz von Pro Markt um 15,5 Prozent ein. Von den ursprünglich 68 Pro Märkten wurden bereits 13 geschlossen.

Bereits im März konkretisierten sich die Verkaufspläne der Pro Markt-Kette. Wie die Lebensmittelzeitung berichtete, wurden bereits zu diesem Zeitpunkt Verkaufsprospekte an mögliche Interessenten verschickt. Auch der mögliche Verkauf von Einzelstandorten wurde damals schon diskutiert. Den Verkaufsabsichten Rewes sollten gescheiterte Gespräche über ein Joint Venture mit der Expert-Gruppe vorausgegangen sein. In diesem Fall hätte Rewe seine Pro Markt-Filialen nach und nach an Expert abgegeben. Expert wollte die Gerüchte zu diesem Zeitpunkt gegenüber CRN nicht kommentieren.