MSP-Studie von Compris: Zahl der Managed Service Provider wird überschätzt

IT-Dienstleister, die Managed Services anbieten, haben neben der Bereitstellung von servicebasierten Leistungen oft auch Hard- und Software im Portfolio. Sie sehen sich selbst deswegen meist nicht als Managed Service Provider, sondern als Berater oder Systemhaus.

Beratung steht bei vielen Managed Service Providern im Fokus

IT-Hersteller gewinnen Interesse an einer Zusammenarbeit mit Managed Service Providern (MSP). Viele Hard- und Software-Spezialisten haben im vergangenen Jahr für MSPs spezielle Partnerprogramme ins Leben gerufen oder bestehende Programme um Fördermöglichkeiten erweitert.

Das Marktforschungsunternehmen Compris hat sich deswegen in seiner jüngsten Studie mit dem Markt für Managed Service Provider beschäftigt und ist der Frage nachgegangen wie das Portfolio von MSPs aussieht und welche Geschäftsmodelle die Anbieter verfolgen.

Eine Daten- und Webanalyse, für die Compris rund 2.000 Unternehmen aus dem IT-Services Umfeld untersucht hat, hat ergeben, dass aktuell etwa 500 Systemhäuser und Reseller Managed Services anbieten. Die Mehrheit von ihnen sieht sich selbst jedoch nicht als Managed Service Provider.

Der Studie zufolge bezeichnen sich 73 Prozent dagegen als Berater, mehr als die Hälfte (54 Prozent) findet auch die Bezeichnung Systemhaus zutreffend (Mehrfachnennungen waren möglich). Weiterhin verwenden 42 Prozent den Begriff Dienstleister und weitere 36 Prozent bezeichnen sich als Systemintegrator. 23 Prozent sehen sich als VAR, 14 Prozent als Softwarehaus.

Das Portfolio vieler Serviceanbieter ist vielfältig und meist nicht auf die Bereitstellung von definierten Diensten für ihre Kunden beschränkt. Bei einem Großteil der Dienstleister stehen servicebasierte Leistungen nicht im Fokus, sondern sind nur ein Bestandteil ihres Geschäftsmodells neben dem Hard- und Softwaregeschäft.

Bei genauerer Betrachtung beläuft sich die Zahl der Dienstleister, die im klassischen Sinne Managed Service Provider sind, auf gerade einmal 150, so das Ergebnis der Compris-Studie. Diese zeichnen sich vor allem durch einen sehr guten Kundenzugang und ein weitgehendes technisches und prozessseitiges Wissen von klassischen Business-Themen aus.

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