Einkaufsvorteile im Fokus: EP beteiligt sich an Notebooksbilliger.de

Überraschender Deal bei EP: Die Verbundgruppe hat mit dem Etailer Notebooksbilliger.de eine umfassende Zusammenarbeit vereinbart und sucht so den Weg, indirekt vom boomenden E-Commerce zu profitieren. EP übernimmt einen Minderheitsanteil.

Notebooksbilligr.de-Gründer Arnd von Wedemeyer geht mit EP eine strategische Kooperation ein

Die Verbundgruppe Electronic Partner sucht über eine Minderheitsbeteiligung eine enge Zusammenarbeit mit Notebooksbilliger.de. Die Kooperation ermögliche deutliche Einkaufsvorteile, von denen auch die Multimedia-Fachhändler der Verbundgruppe sowie die Medimax-Fachmarktkette und die comTeam-Systemhäuser profitieren sollen, heißt es aus der Düsseldorfer EP-Zentrale.

Der Schritt kommt einerseits überraschend. EP stand bisher einem Einstieg in den Online-Handel -ähnlich wie Media Markt / Saturn aus Rücksicht auf seine stationären Fachhändler - ablehnend gegenüber. Andererseits kann sich heute kein IT-Handelsunternehmen dem boomenden E-Commerce verschließen. »Wir sind froh, mit Notebooksbilliger.de einen erfahrenen und erfolgreichen Onlinehändler mit im Boot zu haben«, kommentiert EP-Vorstandssprecher Jörg Ehmer den Deal. Allerdings ist die Transaktion noch kein Einstieg von EP in den E-Commerce. Der Düsseldorfer Verbundgruppe geht es offiziell um bessere Konditionen bei Herstellern durch Bündelung der Einkaufsmacht. »Davon werden unsere Mitglieder in einer immer mehr an Bedeutung gewinnenden Warengruppe profitieren«, sagte Ehmer. Der stationäre Handel bleibe auch weiter »unsere Kernkompetenz«, versucht Ehmer den Deal mit dem Etailer als reine Einkaufskooperation darzustellen.

Arnd von Wedemeyer, Gründer der Notebooksbilliger.de AG, schließt sich Ehmer an. »Die gewachsene Marktbedeutung wird allen Beteiligten Vorteile in einem härter werdenden Wettbewerb bringen«, sagt von Wedemeyer.

Notebooksbilliger.de verkauft seit 2002 über den eigenen Online-Shop vorwiegend Notebooks, Smartphones, Tablets, PCs und Displays. 2011 betrug der Umsatz des Elektronikversenders 465 Millionen Euro. Der Etail gehört damit zu einem der größten Online-Händler in Deutschland. Die Beteiligung muss noch vom Kartellamt abgesegnet werden.