Patentklagen verloren: Bieterstreit um Kodak-Patente zu erwarten

Apple und Google gelten nach Zeitungsberichten als Hauptbieter im Kampf um die 1.100 verkäuflichen Kodak-Patente. Für den insolventen Hersteller kann der Bieterwettstreit von Vorteil sein. Mit den Patentklagen gegen verschiedene Handyhersteller musste Kodak dagegen eine Niederlage einstecken.

Seitdem Kodak Anfang des Jahres Insolvenz angemeldet hatte, dreht sich alles um den Verkauf von 1.100 Patenten, der dem Unternehmen die nötigen finanziellen Mittel beschaffen soll, um die Gläubiger zu befriedigen. Um die Preise für die Patente in die Höhe zu treiben, hatte der strauchelnde Hersteller zunächst eine Klagewelle gegen verschiedene Handyhersteller angestrengt. Diese Strategie scheint jedoch nicht aufzugehen. Unlängst verlor der ehemalige Fotopionier die Klagen gegen Apple und den Blackberry-Hersteller Research in Motion (RIM). Die US-Handelskommission ITC wies die Klagen ab – die Berufung steht allerdings noch aus. In diesem Rechtsstreit ging es um die Darstellung von Vorschaubildern auf Digitalkameras. Kodak hatte sich Einnahmen in Milliardenhöhe für die Nutzung der Patente erhofft.

Im Laufe des Augusts wird sich nun zeigen, ob wenigstens die Einnahmen aus der Versteigerung der 1.100 Patente die Erwartungen des Herstellers treffen. Im Juni hatte der Konzern die Erlaubnis erhalten, mehr als 1.100 Patente für Digitalbilder zu verkaufen. Rund drei Milliarden Dollar sollten dadurch erwirtschaftet werden. Wie aus Zeitungsberichten hervorgeht, streiten sich vor allem Apple und Google um die Schutzrechte. Nach Angaben des Wall Street Journals führt Google eine Koalition der Anbieter von Smartphones mit dem Betriebssystem Android an - mit Samsung, HTC und LG Electronics. Auf der anderen Seite stehe Apple in Allianz mit Microsoft – beide mit eigenen Betriebssystemen.