Ausflugstipp: Computermuseum in Kiel eröffnet

Das größte Computermuseum Norddeutschlands ist jetzt in Kiel eröffnet worden. Das Museum der Fachhochschule Kiel beherbergt eine der bedeutendsten Sammlungen ihrer Art in Europa, so Staatssekretär Dr. Arne Wulff anlässlich der Eröffnung.

Außenansicht des Computermuseums der FH Kiel (Foto: Jan Köster, Co: FH Kiel).

Mit Blick auf die lange Vorgeschichte des Museums, dessen Sammlung bereits Ende 1981 von einem Privatverein ins Leben gerufen wurde, sagte Wulff: »Fast zwei Jahrzehnte lang wurde an der Verwirklichung des Computermuseums an der Fachhochschule Kiel gearbeitet. Endlich können viele dieser wertvollen und eindrucksvollen Stücke nun dem Publikum gezeigt werden«. Die Besucher können sich auf eine spannende Zeitreise in die Welt von Bits und Bytes begeben.

Das Museumsgebäude ist in einem viergeschossigen Hochbunker aus dem Zweiten Weltkrieg untergebracht, der im Verlauf eines Jahres zu einem modernen Museum umgebaut wurde. Auf rund 800 Quadratmetern zeigt das Computermuseum etwa 300 Ausstellungsstücke aus vergangenen Jahrzehnten der Computergeschichte. Das Spektrum reicht vom elektromechanischen Relais-Computer Z11 der Zuse KG von 1958 über Giganten wie den 1,6 Tonnen schweren ehemaligen Supercomputer »Cyber 76« bis zu den Mikrocomputern der 1990er Jahre.

Insgesamt 17 Medienstationen bieten Hintergrundinformationen in Form von Tondokumenten und Filmen. An zwei Emulationsstationen kommen Gamer auf ihre Kosten, denn hier haben sie die Möglichkeit, alte Computerspiele auf originalgetreuen alten Rechnersystemen zu spielen. Infos: www.computermuseum-kiel.de.