Greenpeace fordert härtere Umweltstandards

In der neuen Ausgabe des vierteljährlichen Öko-Rankings von Greenpeace präsentieren sich Nokia und Sony Ericsson als Vorbilder, während Samsung deutlich zurückfällt. Die Umweltorganisation fordert nun einheitliche Gesetze, um alle Hersteller gleichen Standards zu unterwerfen.

Bei der aktuellen Ausgabe des Greenpeace-Guides gibt es wieder viel Bewegung

In der neuesten, am Rande der Consumer-Show CES vorgestellten, Ausgabe des Greenpeace Guide to Greener Electronics setzen sich Apple, Sony Ericsson und Nokia an die Spitze der IT-Hersteller, die sich beim Verzicht auf umweltschädliche Substanzen besonders engagieren. So führt Nokia in dem Öko-Ranking mit einem Wert von 7,3 - dicht gefolgt von Sony Ericsson, das als einziger Hersteller im Hinblick auf sämtliche von Greenpeace untersuchte Umweltgifte die volle Punktezahl erhielt. Boden gut machen konnte Apple, das seine Anstrengungen für umweltverträgliche Produkte deutlich erhöhte und dafür vom neunten auf den fünften Platz vorrückt.

Hersteller Toshiba liegt derzeit auf dem dritten Rang, sieht sich jedoch mit der Herausforderung konfrontiert, Wort zu halten und tatsächlich ab 1. April 2010 alle neuen Modelle komplett ohne PVC und bromhaltige Flammenschutzmittel (BFRs) auf den Markt zu bringen. »Es ist Zeit, dass nicht nur über den Verzicht auf giftige Substanzen geredet wird, sondern auch endlich gehandelt wird«, erklärt die Leiterin der Greenpeace-Kampagne Iza Kruszewska. »Apple, Sony Ericsson und Nokia gehören hier zu den Gewinnern und auch HP holt deutlich auf, doch die Untätigkeit vieler anderer Hersteller führt dazu, dass die Kunden und die Umwelt oft noch auf der Verliererseite stehen.«

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