Normierung feiert Geburtstag: 100 Jahre DIN-Norm

Ob Brandschutz, Druckerpapier oder Zahnbürsten – heute feiert die DIN-Norm ihren 100. Geburtstag. Was einst mit der Vereinheitlichung von Maschinenbauteilen des Militärs begann, regelt heute nahezu alle Bereiche des menschlichen Lebens.

DIN-Normen (Foto: blende11.photo/fotolia)

Die Begeisterung für DIN-Normen vermag wie kaum etwas den deutschen Charakter zu karikieren. Klare Regeln, die dafür sorgen, dass alles seine Richtigkeit hat. Auch wenn DIN-Normen, es widerspricht eigentlich dem Begriff selbst, keine Gesetze sind, die Bindungskraft entfalten, so drücken sie doch ein gemeinsames Verständnis darüber aus, wie wir uns Dinge vorstellen. Wir sind es gewohnt, dass sich Treppen auf die gleiche Weise begehen lassen, dass das Druckerpapier in den Drucker passt oder dass das Smartphone per Mini-USB geladen werden kann.

Ausgangspunkt für die DIN war der 22. Dezember 1917, als der »Normenausschuss der deutschen Industrie« (NADI) gegründet wurde, um kriegsbedingten Produktionsengpässen und Abhängigkeiten von einzelnen Herstellern zu entgehen. Nach zehn Wochen war die DIN 1 festgeschrieben, die die Produktion von Kegelstiften für den Maschinenbau vereinheitlichte. Hundert Jahre später gibt es bereits rund 34.000 Normen, die vom Deutschen Institut für Normen festgelegt wurden.