Konkurrenz für Konzernlogistiker: Lagerstärke im Verbund

Die Kooperationsidee hat in der Logistik zum Erfolgsmodell »LogCoop« geführt: Im Lagernetzwerk organisieren sich rund 70 mittelständische Transportunternehmen und Lageristen gegen den Wettbewerb der Logistikriesen.

Das SHT-Lager
(Foto: SHT)

Zu den wichtigsten Leistungskriterien in der Logistik zählen die Lagerkapazitäten und die Speditions-Flottenstärke. Entsprechend wird die hießige Logistikszene von den großen Logistikkonzernen dominiert. Gegen die Logistikriesen geraten mittelständische, oft noch inhabergeführte Transportdienstleister und Lageristen zunehmend ins Hintertreffen. Um den Konzernen Paroli bieten zu können, haben sich vergangenes Jahr mehrere kleinere oder regional aufgestellte Logistiker zu einem Vebund zusammengeschlossen: Das Lagernetzwerk »LogCoop«. Seit Anfang 2016 sind dem Verbund 70 Unternehmen beigetreten, das Netzwerk ist auf hundert Lagerstandorte in ganz Deutschland und eine Lagerfläche von über 2,8 Millionen Quadratmetern angewachsen.

Zu den Gründungsmitgliedern gehört die Speditionsfirma Sievert Handel Transporte (SHT), dessen Geschäftsführer Rui Macedo den Grundgedanken des Netzwerks beschreibt: »Die Idee hinter dem Lagernetzwerk basiert auf einer klaren Wettbewerbsstrategie: Kompetenzen bündeln, um durch eine stärkere Marktpräsenz mehr Aufträge zu generieren.« Dabei konnte der Transportdienstleister über das Netzwerk bereits mehrere Aufträge gewinnen.

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