Hinterbliebene haben nicht automatisch Zugang zu den Daten: Die Allerwenigsten regeln ihr digitales Erbe

Was passiert mit den eigenen digitalen Daten nach dem Tod? Nur eine Minderheit regelt den digitalen Nachlass zu Lebzeiten.

Noch keine gesetzlichen Regelungen

Neben Profilen in sozialen Medien oder persönlichen E-Mails enthält der digitale Nachlass oft auch wichtige Daten zu Versicherungen oder Geldanlagen. Von denjenigen, die sich bereits um ihren digitalen Nachlass gekümmert haben, haben 55 Prozent eine Vollmacht beim Internetdienstleister beziehungsweise der Online-Plattform hinterlegt. 29 Prozent haben testamentarisch beziehungsweise mit einer Verfügung für den Todesfall vorgesorgt. 17 Prozent sagen, dass sie einen Anbieter damit beauftragt haben, im Todesfall alle Onlinekonten
zu löschen.
Sechs von zehn Internetnutzern (59 Prozent) ist die Dringlichkeit und Bedeutung der Nachlassregelung durchaus bewusst, doch sie sagen: »Ich weiß, dass ich etwas unternehmen müsste, habe es aber bisher nicht gemacht.« Lediglich 32 Prozent halten das Thema für unwichtig. Drei von zehn Internetnutzern sagen aber auch, dass der digitale Nachlass ein Thema ist, mit dem man sich nur ungern auseinandersetzt. 69 Prozent geben an, dass ihnen die Informationen fehlen, um den digitalen Nachlass zu regeln. 72 Prozent fänden es gut, wenn es eine gesetzliche Regelung zum digitalen Nachlass gebe, vergleichbar mit dem Erbrecht an Gegenständen.