Ausstellung im Vitra Design Museum: »Hello Robot.« – Vom Cybersex bis zur Smart City

Hoffnung auf eine bessere, technisierte Welt und Angst vor einer Entmündigung des Menschen: Dieses Spannungsfeld, befeuert durch den Hype um das Internet der Dinge, untersucht eine Ausstellung im Vitra Design Museum.

»Spider Dress 2.0« von Anouk Wipprecht, 3D-gedruckt mit Intel Edison Microcontrollern
(Foto: Jason Perry © Anouk Wipprecht)

Ob Lieferdrohnen, intelligente Sensoren oder Industrie 4.0 – moderne Technologien verändern unseren Alltag grundlegend. Dabei spielt Design eine zentrale Rolle – denn es sind Designer, die die Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine gestalten. Vom 11. Februar bis 14. Mai präsentiert das Vitra Design Museum in Weil am Rhein eine große Ausstellung, die Robotik und deren Beziehung zum Menschen eingehend beleuchtet.

»Hello, Robot. Design zwischen Mensch und Maschine« umfasst über 200 Exponate aus Design und Kunst, darunter Roboter aus dem Wohn- und Pflegebereich und der Industrie, aber auch Computerspiele, Medieninstallationen sowie Beispiele aus Film und Literatur. Die Ausstellung zeigt, wie vielgestaltig Robotik heute ist. Zugleich weitet sie den Blick für die ethischen, sozialen und politischen Fragen, die damit verbunden sind.

Im letzten Jahrzehnt hat die Robotik mit der Digitalisierung eine radikale Neudefinition erfahren. Roboter bauen nicht mehr nur Autos und Waschmaschinen oder transportieren uns in selbstfahrenden Zügen von einem Flughafenterminal zum anderen, sondern treten nun in verschiedensten Formen in Erscheinung – von kommunizierenden Haushaltsgeräten bis zu selbstlernenden Algorithmen in Computerprogrammen, sogenannten Bots. Während die Robotik früher eine Domäne von Ingenieuren und Computerexperten war, wirken heute Designer prägend am aktuellen Boom der Robotik mit.

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