ITK-Spitzentreffen der CRN: Denken und Basteln mit dem SAP-CTO

Wenn die Prominenz des deutschen ITK-Channels geschlossen zu Papier, Kleber und Schere greift, wird klar, dass der Vortrag des SAP CTOs Gordon Mühl weitab des üblichen Mainstreams angesiedelt war.

Auf dem ITK-Spitzentreffen hieß es: Basteln!
(Foto: CRN)

SAP CTOs Gordon Mühl stellte in seinem Vortrag auf dem ITK-Spitzentreffen der CRN »Designed Thinking« vor und zeigte, wie die neue Art der Innovationsfindung nicht nur bei der Software-Entwicklung von SAP zu Erfolgen führt, sondern wie davon auch Beratung und Vertrieb im Channel profitieren können. Dabei setzt Designed Thinking nicht gänzlich auf neue Methoden, sondern richtet diese im Innovationsprozess meist nur neu aus. Ein selbst gebastelter Geldbeutel sollte die Teilnehmer mit den Schwierigkeiten bei der Prototypen-Produktion vertraut machen. Für Mühl begehen viele IT-Unternehmen in diesem Bereich einen großen Fehler. »Viele Unternehmen versuchen Kunden davon zu überzeugen, dass sie gewünschte Funktionen eigentlich gar nicht benötigen«, so Mühl.

Deswegen setzt der SAP-Manager in seiner Software-Entwicklung auf den neuen Denkansatz, der stark heterogene Teams bevorzugt, um durchdachtere Produkte entwickeln zu können. Weiterhin setzt Designed Thinking auf eine enge Abstimmung mit dem Kunden, sowohl bei der Produktentwicklung als auch beim Vertrieb. Vor der eigentlichen Produktentwicklung muss man sich zudem klar werden, für welchen Kunden die neue Lösung entwickelt wird. Nicht umsonst ging der experimentellen Geldbörse-Bastelstunde ein Interview mit dem Tischpartner als imaginärem Kunden voraus, bei dem Wünsche und No-Gos für das innovative Portmonnaie abgeklärt wurden. Doch auch Selbstbeschränkung ist bei Designed Thinking wichtig. »Wenn ich mir zu viele Zeit bei der Entwicklung gebe, werden wieder unnütze Funktionen eingebaut, die Ressourcen kosten und die der Kunde gar nicht will. Dann verzettelt man sich«, so Mühl. Eine Botschaft, die vor allem durch die interaktive Bastelstunde bei den Teilnehmern ankam. Wie die Top-Manager des Channels die Bastelaufgabe meisterten, sehen Sie hier: