Drogenbeauftragte an Eltern:: Smartphone beim Essen kein gutes Vorbild

Im Vorfeld der Gamescom ermahnt die Drogenbeauftragte der Bundesregierung Eltern dazu, sich ihrer Vorbildfunktion beim Umgang mit digitalen Medien und Technologien bewusst zu sein.

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Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler (CSU), hat vor der Videospielmesse Gamescom in Köln an die Vorbildfunktion von Eltern im Umgang mit dem Internet appelliert. »Wer selbst beim Abendessen das Smartphone oder Tablet nicht mehr weglegt, ist den Kids gegenüber wenig glaubwürdig und vermittelt sicherlich keine gesunde Online/Offline-Balance«, erklärte sie am Montag laut Mitteilung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

5,8 Prozent aller Jugendlichen im Alter von 12 bis 17 Jahren zeigten mittlerweile ein gestörtes Internet- und Computerspielverhalten. Zu beobachten seien etwa »Entzugserscheinungen« wie Aggressivität, Rückzug vom Alltag oder Depressionen. »Das ist eine besorgniserregende Entwicklung«, sagte Mortler. Man begegne dem mit Aufklärungskampagnen und Hilfsangeboten - aber auch Eltern müssten wachsam sein.

Die Gamescom wird am Dienstag (22. August) eröffnet. Sie gilt als eine der wichtigsten Leistungsschauen der Video- und Computerspielbranche weltweit. Im vergangenen Jahr kamen rund 345 000 Fach- und Privatbesucher.