Pilotprojekt in Deutschland: Reutlingen wird zur vernetzten Stadt

In einem Pilotprojekt wird in Reutlingen der Weg zur Smart City ausprobiert. Eine Smartphone-App und rund 100 Sensoren sollen Bewegungsströme, Parkplatz- und Müllauslastung messen.

(Foto: reutlingen.de)

Die Stadt Reutlingen hat im ersten Monat als sogenannte Smart City gut 2000 Downloads der neuen Verbraucher-App registriert. Das ist etwas weniger als von der Stadt erhofft, wie Wirtschaftsförderer Markus Flammer sagte. Die App ist ein Teil eines bundesweiten Forschungsprojektes, bei dem die Städte Reutlingen und Chemnitz modernste Sensortechnik und Vernetzung ausprobieren dürfen. Mit drei Millionen Euro fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung das Projekt. In Reutlingen werden für das Projekt auf gut einem Quadratkilometer mehr als 100 Sensoren installiert, die Bewegungsströme, freie Parkplätze und den Füllstand von Mülleimern feststellen.

Das Projekt wird vom Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation und vom Institut für Arbeitswissenschaften und Technologiemanagement der Universität Stuttgart geleitet. Die Forscher wollen wissen, welche Daten man in einer Stadt sammeln kann und wofür sie verwendet werden können. Die App ist ein wichtiger Teil davon - sie zeigt die Angebote in der Innenstadt vom Laden bis zum Museum, zeigt freie Parkplätze an und Verkehrsströme. So wolle man jüngere Generationen erreichen und in die Stadt locken, sagte der Reutlinger Wirtschaftsförderer Markus Flammer.

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