Services gefragt: Das sind die Erfolgsfaktoren fürs Internet der Dinge

Wer sich im Markt rund um das Internet of Things (IoT) erfolgreich positionieren will, muss vor allem schnell sein. Darauf weist jetzt der eco Verband hin.

Das Internet of Things stellt Unternehmen vor neue Herausforderungen.
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Das Internet of Things (IoT) wird massive Auswirkungen auf Geschäftsmodelle und Wettbewerbsfähigkeit haben und stellt Unternehmen vor ganz neue Herausforderungen. Eine aktuelle Umfrage des eco Verband zeigt, dass IoT vor allem Geschwindigkeitsfaktor im Geschäftsleben stärken wird.

»Nicht die Besten, sondern die Schnellsten werden sich am Markt durchsetzen«, sagt Dr. Bettina Horster, Vorstand VIVAI AG und Direktorin Mobile im eco Verband. Nur durch neue neue, disruptive Geschäftsmodelle könne man nennenswerte Umsätze generieren. »Amerikanische Firmen sind in der Regel überhaupt nicht an Effizienzverbesserung interessiert, sondern sie setzen gleich auf neue Geschäftsmodelle, wie AirBnB und Uber eindrucksvoll zeigen«, so Horster.

Mehr als nur Vernetzung

Beim Internet of Things (IoT) geht es um weit mehr als die bloße Vernetzung von Geräten. Fast drei Viertel (74 Prozent) der Befragten der festen Überzeugung, dass bei IoT die branchen- und herstellerübergreifende Zusammenarbeit und damit die Bildung von Ökosystemen im Mittelpunkt stehen. 85 Prozent sehen einen unmittelbaren Zusammenhang zwischen der Marktführerschaft einer Firma und dem Aufbau eines umfassenden Ökosystems mit anderen Unternehmen. »Die Firmen müssen aufgrund der Themenvielfalt, die von Hardware-Gateways über Datenübertragung bis hin zu Apps auf Marktplätzen reicht, auf Partner setzen und sich ein Ökosystem aufbauen«, so Horster. Unternehmen sollten sich frühzeitig und umfassend mit dem Internet of Things zu befassen, um sich auf die damit einhergehenden veränderten Wettbewerbsbedingungen einzustellen.

Standards fehlen

Zwei Drittel der befragten Unternehmen beklagen eine fehlende Standardisierung beim Internet of Things. Ein Drittel sieht sich dadurch unmittelbar daran gehindert, seine Produkte zu vernetzen. 82 Prozent der Befragten beklagen einen »Mangel an leicht adaptierbaren Lösungen« auf dem Markt. Für zwei Drittel ist die fehlende Standardisierung eine mögliche Bremse bei der Vernetzung von Produkten ein. Die Auswahl der richtigen IoT-Standardplattform halten die meisten Befragten derzeit für zu schwierig.

Auch die Cloud wird beim Internet of Things in der deutschen Wirtschaft eine wichtige Rolle spielen. Mehr als als drei Viertel der Firmen (77 Prozent) favorisieren hierzu hybride Lösungen, bei denen die Daten teilweise im eigenen Betrieb und teilweise in der Cloud gehalten werden. Ein Drittel der Unternehmen hält das für den einzig gangbaren Weg zur Absicherung besonders wichtiger Firmengeheimnisse.