Fortsetzung der Umstrukturierung: Telekom bricht T-Systems-Struktur auf

Die Deutsche Telekom strukturiert die Großkundensparte T-Systems weiter um und hat den Geschäftsbereich in drei Sparten untergliedert – mit jeweils unabhängiger Leitung. Der bisherige Vertriebschef Rickmann wechselt hingegen in gleicher Funktion direkt zur Telekom.

Die T-Systems wird in drei Sparten unterteilt (Foto: Deutsche Telekom)

Die T-Systems hat seit einiger Zeit mit schrumpfenden Auftragseingängen und, damit einhergehend, rückläufigen Umsätzen zu kämpfen. Auf diese angespannte Lage reagierte Telekom-Chef Timotheus Höttges schon im vergangenen Jahr und kündigte eine umfassende Umstrukturierung der Großkundensparte unter verschärften Profitabilitätskriterien an. Diese Strategie erreicht jetzt mit der Aufspaltung des Tochterunternehmens in drei unabhängig agierende Sparten eine neue Stufe. Ab sofort besteht die T-Systems aus den Bereichen »Digital Division«, »IT Division« sowie »TC Division«. Jede Division soll eigene Wachstumsfelder von der Entwicklung über den Vertrieb bis zur Bereitstellung adressieren. »Mit der neuen Aufstellung in drei Produktsparten untermauern wir den Führungsanspruch der Deutschen Telekom bei Geschäftskunden in Europa«, erklärt Telekom-Vorstand und T-Systems-Chef Reinhard Clemens. »Jede Division steht vor anderen Herausforderungen und bekommt jetzt die volle unternehmerische Verantwortung, um Kundennachfragen wettbewerbsfähig und wirtschaftlich zu bedienen.«

Die IT-Sparte soll besonders die Verlagerung von Geschäftsprozessen in die Cloud fokussieren und Kunden die entsprechende Betriebs-, Rechen- und Speicherleistung bereitstellen. Der TK-Bereich wird hingegen den Umstieg auf IP-Netze betreuen und für Produktentwicklungen für Cloud Services sowie Kooperationen mit lokalen Netzbetreibern verantwortlich zeichnen. Noch nicht ganz geklärt ist die Aufgabe der Digital Division. Die Telekom ließ lediglich durchscheinen, dass sie sich um »ausgesuchte Wachstumsfelder der digitalen Wirtschaft« kümmert und »hochskalierbare, plattformbasierte und standardisierte Produkte« entwickelt.

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