CRN-Interview zu gebrauchter Software: »Der Prüfprozess ist aus unserer Sicht relativ einfach«

Immer wieder tappen Unternehmen beim Einkauf gebrauchter Software in die Falle. Dabei wäre die Überprüfung der Rechtssicherheit von Lizenzen nach Ansicht der U-S-C-Geschäftsführer Peter Reiner und Walter Lang eigentlich ganz einfach.

Die U-S-C-Geschäftsführer Peter Reiner und Walter Lang sehen in der Offenlegung die sicherste Variante für den gebrauchten Lizenzkauf
(Foto: U-S-C)

CRN: Herr Reiner, welche Arten von Lizenzen bietet U-S-C an und gibt es für Sie auch No-Gos?
Peter Reiner: Wir verkaufen sowohl gebrauchte Einzelplatzlizenzen (sogenannte Päckchen mit COA) wie auch gebrauchte Volumenlizenzen mit unserem Prüfsiegel »gebraucht & geprüft und Audit Sicher«. Grundsätzlich verkaufen wir keine Education-/Gemeinnützigkeit-/Behörden-Lizenzen, da unserer Meinung nach die Rechtslage für Microsoft Lizenzen noch unklar ist.

CRN: Sie führen neben gebrauchten auch neue Lizenzen. Kannibalisieren sich diese Geschäfte nicht gegenseitig?
Reiner: Ich sehe da kein Problem. Die neusten Lizenzen wie SQL Server 2016 und DataCenter Server 2016 sind doch nur neu zu haben. Woher sollte ein Händler die neuesten Software-Lizenzen gebraucht beziehen? Seriöse Quellen wären das aus meiner Sicht nicht. Das wäre ja so, als würde man Ihnen den allerneuesten Porsche für 40 Prozent günstiger anbieten! Da gehen ja dann – hoffentlich - auch alle Alarmglocken an. Bei uns gibt es die neuesten Software-Lizenz-Produkte grundsätzlich nur neu.

CRN: Wie kommt es, dass trotz der Millionen überschüssigen Lizenzen in Europa noch immer ein Engpass auf der Einkaufsseite besteht und wie können Sie dem entgegenwirken?
Walter Lang: Der Kunde hat oft keinen wirklichen Überblick über seine Lizenzen. Hier können wir als SAM-Berater den Kunden im Vorfeld unterstützen, seine überschüssigen Software Assets zu ermitteln. Der »klassische Gebrauchthändler« ist hier schon mal überfordert.
Und es ist nicht so einfach, aus einem großem Firmengeflecht mal 5.000 Office rauszukaufen. Denn bei der Vernichtungserklärung muss der IT-Vorstand mit persönlicher Haftung unterschreiben und muss garantieren, dass wirklich alle 5.000 Lizenzen gelöscht wurden. Da muss man erst einmal einen Vorstand finden, der hier unterschreibt. Darum ist ja diese unterzeichnete Vernichtungserklärung vom Erstbesitzer so aussagekräftig und für uns das absolute Qualitätsmerkmal für einen seriösen Einkauf.

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