Durchhalteparolen in dramatischer Lage: Galeria Kaufhof kämpft ums Überleben

Zu spät reagiert die Konzernmutter HBC auf die selbstgemachte Krise des Kaufhof-Warenhauses. Vor dem wichtigen ­Weihnachtsgeschäft spitzt sich die Lage zu.

(Foto: Galeria Kaufhof)

»Guter Preis für Totgesagte« hatte es in sozialen Netzwerken geheißen, als die Kaufhof-Mutter Metro die Warenhauskette im Sommer 2015 für 2,8 Milliarden Euro an den kanadischen Handelskonzern Hudson’s Bay Company (HBC) verkauft hatte. Nun müssen die Kaufhof-Beschäftigten tatsächlich um die Existenz eines der letzten großen Warenhäuser in Deutschland zittern. Kaufhof steckt seit Monaten in der Krise. Der Mutterkonzern HBC ist selbst angeschlagen, dringend benötigte Finanzmittel vor dem wichtigen Weihnachtsgeschäft sind nicht in Sicht, Kreditversicherer hatten schon diesen Sommer die Limits für Kaufhof drastisch gesenkt, einige Lieferanten verlangen Vorauskasse, die Mitarbeiter sollen Gehaltskürzungen zustimmen und länger arbeiten. Nun hat HBC seinen CEO Jerry Storck gefeuert. Der für eigenwillige und einsame Entscheidungen bekannte Manager soll die Lage in Deutschland völlig falsch eingeschätzt haben.

Durchhalteparolen aus Kanada werden die dramatische Lage, in der Kaufhof steckt, nicht entspannen. Aufsichtsrats-Chef und HBC-Großaktionär Richard Baker redet von einem Plan, »der uns nach vorne bringt wird«, zitiert ihn das »Handelsblatt«. Doch den Glauben an die Zukunft der Warenhauskette haben viele der 21.000 Kaufhof-Beschäftigten aufgegeben.

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Kommentare (1) Alle Kommentare

Antwort von Ute Räder , 21:33 Uhr

Das ist alles ein abgekartete Sache. Und jetzt wird versucht die Braut nochmal schön zu schmücken. Dann an den höchsbietenden verschachtert. Alle haben sich ihren Anteil schon beiseite geschafft und die Mitarbeiter werden auf's übelste geschöpft!!!!