Partnerkonferenz 2017 in Fulda: Acmeo nach dem Wachstumsschub

In den letzten Monaten hat sich beim Cloud-Distributor Acmeo viel getan. Vor allem beim Portfolio und der Zahl der Mitarbeiter legte das Unternehmen deutlich zu. Auf der Partnerkonferenz in Fulda zog Acmeo-Chef Henning Meyer Bilanz und zeigte die nächsten Ziele auf.

(Foto: CRN)

Wenn Acmeo seine Partner in die Mitte Deutschlands zu seiner Partnerkonferenz ruft, kann sogar ein ausgewiesenes Tagungshotel wie das Esperanto direkt neben dem Fuldaer Hauptbahnhof an seine Grenzen stoßen. Dafür waren nicht nur die 24 Aussteller verantwortlich, die in Fulda ihre Lösungen für Systemhäuser im Managed-Services-Zeitalter präsentierten, sondern vor allem die 300 Acmeo-Partner, die in diesem Jahr nach Fulda gekommen waren; im vergangenen Jahr waren es noch 218 gewesen. Mit den wachsenden Teilnehmerzahlen schlägt die Partnerkonferenz dieselbe Entwicklung ein wie der Cloud-Distributor selbst. Beschäftigte Firmenchef Henning Meyer Anfang 2016 noch 35 Mitarbeiter, hat sich die Zahl im letzten Jahr auf 85 mehr als verdoppelt. Bis 2020 strebt Meyer mit Acmeo ein Umsatzziel von 40 Millionen Euro an. Das klingt ambitioniert, wird laut dem Acmeo-Chef aber immer wahrscheinlicher. »Bis heute haben wir alle selbst gesteckten Ziele bei der Mitarbeiterzahl, beim Umsatz und beim Portfolio im Rahmen unserer Agenda 2020 erreicht, wir sind genau im Plan«, teilte Meyer den Partnern in Fulda mit. Zu den aktuell 1.650 Partnern soll bis dahin jeden Werktag eine neuer hinzukommen. Diese könnten in den kommenden Jahren dafür sorgen, dass das Esperanto für die Partnerkonferenz wirklich zu klein wird.

Doch nicht nur bei Mitarbeitern und Partnern hat der Distributor im vergangenen Jahr aufgestockt. Auch das Portfolio wurde um neue Hersteller und Lösungen erweitert — vor allem im Security-Bereich: Seit Ende 2016 vertreiben die Hannoveraner die »Endpoint Security Cloud« von Kaspersky, in diesem Jahr kamen Cybonet und Networkbox dazu. Vor allem bei der Sicherheit habe man in Zeiten von Ransomware und Co. Nachholbedarf gesehen und diesen nun abgedeckt. »In dieser Geschwindigkeit wird der Herstellerzuwachs bestimmt nicht weitergehen«, erklärte Meyer in Hannover. Zudem wolle man sich in Zukunft darum bemühen, die Kommunikation hinsichtlich der Portfolio-Strategie zu verbessern, um die Partner besser abzuholen. Oberstes Ziel für den Systemhaus-Chef beim Portfolioausbau: »Wir wollen für alle Leistungen, die Systemhäuser aktuell für ihre Kunden erbringen, eine passende SaaS-Lösung mit einem hohen Automatisierungsgrad anbieten.« Neben den großen und etablierten Anbietern wie Solarwinds oder Kaspersky baut Acmeo dabei auch in Zukunft auf Softwarelösungen, die von Systemhäusern für Systemhäuser entwickelt wurden. Beispiele hierfür sind das Ticket-System Visoma und die neu ins Angebot aufgenommene mobile Service-App Docbee.

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