Interview mit Westcon UCC-Chefin Marianne Nickenig: »Erfolgreicher Bluesky-Start mit Microsoft Office 365«

Marianne Nickenig, Senior General Manager UCC und Cloud DACH-EE bei Westcon UCC, berichtet von einem erfolgreichen Start der Cloud-Plattform Bluesky und kündigt einen schnellen Ausbau im Cloud-Bereich an.

Marianne Nickenig von Westcon UCC
(Foto: Westcon)

CRN: Wie entwickelt sich der Cloud-Markt Ihrer Einschätzung nach?

Marianne Nickenig: In den vergangenen zwölf Monaten hat sich die Stimmung grundlegend gewandelt. Der entscheidende Impuls war dabei die Einführung von Office 365 und Azure durch Microsoft. Mit diesen beiden Topsellern hat Microsoft den Beweis geliefert, dass der Gang in die Cloud heute Compliance-konform, sicher und komfortabel erfolgen kann – unabhängig von der Größe und Infrastruktur des Unternehmens. Das hat zu einem spürbaren Ruck und einem flächendeckenden Umdenken im Markt geführt.

CRN: Wie verhält es sich speziell mit Ihrem Cloud-Angebot?

Nickenig: Wir sind im Juli 2017 mit unserer neuen Cloud- und Service-Management-Plattform BlueSky online gegangen – zum Launch erst einmal mit den Cloud-Lösungen von Microsoft. Für uns ist derzeit Office 365 der größte Umsatzbringer. Das ist aber nur eine erste Momentaufnahme. Wir werden noch in diesem Herbst mit Cisco und Symantec zwei weitere große Hersteller mit spannenden Produkten in unsere Cloud-Plattform integrieren.

Aktuell binden wir pro Monat eine zweistellige Zahl neuer Partner an BlueSky an, die in der Regel vom ersten Tag an ihr Cloud-Business über uns abwickeln. Natürlich macht das Geschäft im Moment nur einen Bruchteil unseres Gesamtumsatzes aus – aber das Wachstum ist enorm.

CRN: Welchen Eindruck haben Sie von den Fortschritten, die Ihre Partner im Cloud-Business machen?

Nickenig: Die meisten unserer Partner sind auf dem Weg in die Cloud schon sehr weit vorangekommen. In der Praxis heißt das vor allem, dass sie intern inzwischen umfassendes Know-how rund um die technologische Bereitstellung und die Vermarktung von Cloud-Services aufgebaut haben – und jetzt gemeinsam mit uns beginnen, ihre Lösungsportfolios sukzessive um geeignete Cloud-basierte Services zu erweitern.

CRN: Worin bestehen aktuell noch die größten Herausforderungen?

Nickenig: Der Wechsel in die Cloud – der bei den Resellern ja erfahrungsgemäß einiges an Ressourcen bindet – darf nicht zulasten des laufenden Geschäftsbetriebes gehen. Im Idealfall sollte es gelingen, das Bestandsgeschäft auf hohem Niveau fortzuführen und Schritt für Schritt um zusätzliche Cloud-Dienste zu ergänzen. So bleibt man als Fachhändler wirtschaftlich durchgehend auf der sicheren Seite und kann das neue Business behutsam und sorgfältig aufbauen.

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