Kooperation und hochwertige Analysen: BSI lobt »vertrauensvolle Zusammenarbeit« mit Kaspersky

Während in den USA Stimmung gegen Kaspersky gemacht wird, stärkt das BSI dem Security-Dienstleister den Rücken.

(Foto: Kaspersky)

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat am Donnerstag die seit Jahren gute und »vertrauensvolle Zusammenarbeit« mit dem russischen Antivirensoftware-Hersteller Kaspersky Lab hervorgehoben. Erkenntnisse des Unternehmens flössen nach Analyse und Bewertung durch das BSI bei Bedarf auch in die Lagebilder des BSI ein, teilte die Behörde auf Anfrage mit. Die Bundesverwaltung nutze derzeit keine Produkte des russischen Anbieters.

Die US-Regierung hatte gegen Kaspersky schwere Vorwürfe wegen angeblich direkten Verbindungen zu russischen Geheimdiensten erhoben. Sie hat den Bundesbehörden verboten, die entsprechende Software zu nutzen.

»Das BSI weiß die Zusammenarbeit und die hochwertigen Analysen von Kaspersky zu schätzen«, teilte die Behörde auf Anfrage mit. »Kaspersky Lab hat sich in verschiedenen Fällen als verlässlicher und kompetenter Partner erwiesen.« Die Behörde habe keinen Anlass zu vermuten, dass Kaspersky Labs russische Cyber-Aktivitäten bewusst ignorieren würde. Eine Reihe wichtiger russischer Cyber-Spionage-Kampagnen habe das Unternehmen vielmehr als erstes veröffentlicht und detailliert beschrieben.

Für die Sicherheitsausstattung der Bundesverwaltung habe zuletzt im August 2016 der Dienstleister Cancom online GmbH als wirtschaftlichstes Angebot den Zuschlag erhalten. Dieser arbeite mit dem Antiviren-Software-Hersteller Trend Micro zusammen, hieß es weiter. Für eine Übergangsfrist stünden der Bundesverwaltung derzeit Programme der amerikanischen und japanischen Anbieter, Symantec und Trend Micro, parallel zur Verfügung.

Kommentare (1) Alle Kommentare

Antwort von Alexander Kossorotow , 17:29 Uhr

Also, als ich damals auch so einen "FBI-Trojaner" auf dem PC hatte und man von mir 100,00 per Paysafe-Card wollte, weil mein PC wg. "Kinderpornografischem und/ oder copyrightverletzendem Content" gesperrt wurde, konnte ich dank Kaspersky mit einer Win-Rescue-Boot CD, die ich mit dem unverseuchten Laptop 4FRee dort downloaden konnte, meinen PC von dem Mist befreien, ohne ne nervige Neuinstallation! Insoweit geniesst die Fa. deutklich mehr Sympathie meinerseits, als US_Behörden, die per Gesetz erzwingen, dass in US-Windows-Retail-Versionen serienmäßig Hintertürchen für die amtlichen Schnüffler eingebaut werden! Seit 9/11 liegt bei den Amis leider ein kollektiver Hardwarefehler vor, was sich ja u.a. beweissicher an der letzten Wahl zum US-Präsidenten ersehen lässt!