Fusion abgeschlossen: Micro Focus und HPE Software vereint

Micro Focus und die Software-Sparte von HPE sind zu einem der weltgrößten Software-Anbieter verschmolzen, der Lösungen von der Anwendungsentwicklung über IT-Verwaltung bis Security und Predictive Analytics bietet.

Atrium der Micro-Focus-Zentrale in Newbury, UK
(Foto: Micro Focus)

Ein Jahr nach der Ankündigung ist die Ausgliederung der Software-Sparte von HPE und deren Fusion mit Micro Focus abgeschlossen. Das entstehende Unternehmen wird weiter Micro Focus heißen und von Chris Hsu als CEO geführt werden, der bislang COO von HPE war und das Software-Business des Herstellers leitete. Micro Focus ist nun, eigenen Angaben zufolge, der siebtgrößte reine Software-Anbieter der Welt und die größte an der Londoner Börse gelistete Technologiefirma.

Mit den von HPE kommenden Lösungen für Application Delivery Management, Big Data, Enterprise Security, Information Management and Governance sowie IT Operations Management, die beim IT-Konzern nicht mehr zum Kerngeschäft zählten, stellt sich Micro Focus stärker als Anbieter von Unternehmenssoftware auf. Das Portfolio umfasst nun DevOps-Lösungen für die Entwicklung und Auslieferung von Anwendungen, Tools für die Verwaltung hybrider IT-Umgebungen mit verschiedenen Bereitstellungs- und Nutzungsmodellen, dazu Lösungen für Security- und Risk-Management sowie Predictive Analytics.

Insgesamt hatte die Transaktion ein Volumen von 8,8 Milliarden Dollar: 2,5 Milliarden zahlte Micro Focus für die Software-Assets an HPE, dessen Anteilseigner anschließend 50,1 Prozent der Micro-Focus-Aktien im Wert von 6,3 Milliarden Dollar erhielten. Zudem steigt Suse, das seit der Übernahme der Attachmate Group vor drei Jahren zu Micro Focus gehört, zum bevorzugten Linux-Partner von HPE auf.

»Was wir bieten, ist ein Portfolio skalierbarer Unternehmenssoftware mit integrierten Analytics-Funktionen«, beschreibt CEO Chris Hsu das Portfolio von Micro Focus. Man wolle Unternehmen bei allen Formen der neuen hybriden Enterprise-IT unterstützen – vom Mainframe über Mobile bis zur Cloud.