Peinliche Geheimdienst-Pannen und neues Urteil: Gute Nachrichten für Kim Dotcom

Nach einer Entscheidung des obersten Gerichts in Hongkong erhält Kim Dotcom demnächst einen Teil seines Vermögens und Besitzes zurück. Gleichzeitig sorgt seine illegale Bespitzelung durch inländische und amerikanische Geheimdienste in Neuseeland für weitere juristische und politische Turbulenzen.

Kim Dotcom kann diese Woche neue Geheimdienst-Pannen und ein aktuelles Urteil zu seinen Gunsten feiern
(Foto: @KimDotcom, Twitter)

Im beständigen Auf und Ab seiner diversen Gerichtsverfahren hat Kim »Dotcom« Schmitz diese Woche wieder einmal etwas zu feiern. Zunächst entschied ein Richter des obersten Gerichts in Hong Kong, wo Dotcom unter anderem wegen Verstößen beim Börsenhandel angeklagt war, dass dem Internetunternehmer ein dort eingelagerter Teil seines beschlagnahmten Besitzes zurückgegeben werden muss. Dotcom verbreitete die gute Nachricht sogleich auf Twitter, wollte allerdings keine Einzelheiten zu den betreffenden Besitztümern machen, solange ihm das Urteil noch nicht schriftlich vorliegt. Er bestätigte lediglich, dass es sich um vier Container voller beschlagnahmter Gegenstände sowie auch einen Geldbetrag handle.

Diese finanzielle Rückerstattung ist aber offenbar zumindest hoch genug, dass sie Dotcom und seiner Familie nun einen schon länger geplanten Umzug ermöglicht. »Dank einem Richter aus Hong Kong kann meine Familie jetzt nach Queenstown ziehen, wo meine Kinder von schönen Bergen und Seen umgeben sein werden, statt von Spionen«, so Dotcom auf Twitter. Der neue Wohnort liegt auf der Südinsel Neuseelands und weiter im Landesinneren, wo sich Dotcom offenbar mehr Ruhe vor den Behörden erhofft, als in seiner Dotcom Mansion in der Nähe von Auckland auf der Nordinsel.

Mit den Spionagevorwürfen spielt er darüber hinaus auf den erst jüngst bekannt gewordenen Umstand an, dass er 2012 im Nachgang der später für illegal erklärten Razzia auf seinem Anwesen länger vom neuseeländischen Government Communications Security Bureau (GCSB) bespitzelt worden war, als dieses bislang offiziell vor Gericht angegeben hatte.

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