Kriselnder Online-Händler: Media-Saturn erwägt Rückabwicklung der Redcoon-Übernahme

Offenbar erwägt Media-Saturn die Rückabwicklung seiner Redcoon-Übernahme. Dazu soll die Ingolstädter Zentrale ein Schiedsgericht installiert und die ehemaligen Gesellschafter auf einen Millionenbetrag verklagt haben.

(Foto: Redcoon)

Als Media-Saturn Redcoon vor sechs Jahren übernahm, waren die Erwartungen in Ingolstadt hoch. Der Online-Händler sollte den Retail-Riesen auf einen Schlag zum Multichannel-Anbieter machen. »Mit der Akquisition erhalten wir Zutritt in das Pureplayer-Segment in Deutschland und neun weiteren europäischen Ländern«, frohlockte der damalige MSH-Chef Horst Norberg. Allerdings blieb der erst als eigenständige Tochter geführte Etailer weit hinter den in ihn gesetzten Erwartungen zurück, Wachstum sowie Umsätze schrumpften. Im Mai dieses Jahres zeigte sich, wie unzufrieden die MSH-Führung mit der Redcoon-Entwicklung ist. Nachdem der Shop mehrere Tage nicht erreichbar war, wurde er neu gelauncht und automatisiert an die Plattform von Media-Saturn angebunden. Auch Arbeitsplätze waren von der Umstrukturierung am Standort Aschaffenburg betroffen (CRN berichtete). Bereits 2016 hatte Redcoon seine Vertriebsaktivitäten in fünf europäischen Ländern eingestellt.

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Kommentare (1) Alle Kommentare

Antwort von Klaus Bothe , 17:29 Uhr

Immer sind die anderen schuld am eigenen Unvermögen. Jeder kleine Handwerker oder Selbstständige trägt mehr eigene Verantwortung als diese Mega-Geschäftsführer!