Support-Ende für Vista, Office 2007 und viele andere: Microsoft schickt über 40 Produkte in Rente

In diesem Jahr läuft der erweiterte Support für über 40 Microsoft-Produkte aus. Während der Exchange Server 2007, Dynamics NAV 5.0 und Windows Vista schon am 11. April aus dem Programm fallen, folgen im Sommer und Herbst weitere Anwendungen wie die Office 2007-Familie.

Extended Support ab 2017

Auch Windows Phone 8.1 geht 2017 in den erweiterten Support über

Von der Umstellung auf den Extended Support ist 2017 neben dem SQL Server 2012 vor allem die Office für Mac-Familie von 2011 betroffen. Vom 11. Juli an gibt es für die Microsoft SQL Server 2012 mit SP3 sowie die Enterprise Core-Version nur noch den erweiterten Support. Ab dem 10. Oktober erhalten dann auch Microsoft Office für Mac 2011 sowie auch die einzelnen Versionen von Excel für Mac 2011, Lync für Mac 2011, Outlook für Mac 2011, PowerPoint für Mac 2011 und Word für Mac 2011 nur noch Updates, die kritische Sicherheitslücken beseitigen. Gleiches gilt für das mobile Betriebssystem Windows Phone 8.1, das ebenfalls schon am 11. Juli in das Zeitfenster für den erweiterten Support überführt wird. Auch wenn es hier nicht sonderlich viele Nutzer gibt, ist es für sie in den meisten Fällen nicht möglich, der generellen Empfehlung von Microsoft zu folgen, stets möglichst gleich auf die aktuelle Version umzusteigen. Entgegen ersten Versprechen des Herstellers unterstützen viele Smartphones mit Windows 8.1 den Umstieg auf Windows 10 nicht. Somit bleibt den Nutzern in vielen Fällen nur, sich einen Neukauf und den aufgrund des geringen Geräteangebots meist damit einhergehenden Umstieg auf ein anderes mobiles Betriebssystem zu überlegen.

Ein Komplettumstieg auf eine neuere Version oder alternative Lösung ist auch bei den meisten der mehr als 40 Anwendungen geboten, für die in diesem Jahr schon der erweiterte Support endet. Dabei muss allerdings beachtet werden, dass in vielen Fällen ein direktes Update auf die aktuellen Nachfolger von Microsoft nicht möglich ist. In solchen Fällen müssen entweder Zwischenschritte über andere Versionen gegangen werden, oder aber ein komplett neuer Rollout mit erheblichem Migrationsaufwand für die Daten erfolgen, der teils auch neue Hardware erfordert. Systemhäuser sollten entsprechende Planungen bei ihren Kunden deshalb unbedingt rechtzeitig anstoßen und tragfähige Update-Konzepte entwickeln. Dabei können sie auch die Hilfe von Microsoft in Anspruch nehmen. Neben Leitfäden und Tools zur Überprüfung der Update-Fähigkeit zählen dazu auch spezielle Support-Teams und Dienstleistungen sowie Informationen im Rahmen der Software Assurance Planning Services.

Kommentare (3) Alle Kommentare

Antwort von Rainer , 16:24 Uhr

@Tooler1: Bei allem Respekt, Win 10 als lediglich für Kinder brauchbar darzustellen, ist grosser Unsinn. Ich stimme zu dass Win 7 zur Zeit für den professionellen Einsatz immer noch das bessere OS ist, das liegt aber aber auch an der breiten Einsatzbasis in Unternehmen. Wir erleben jetzt einfach das gleiche noch einmal das wir schon beim Wechsel von Win XP (über Vista) zu Win 7 mitmachen mussten. Ich denke Win 10 ist auch (anders als Win 8 oder 8.1) ein guter Nachfolger, auch wenn mir selbst einige Dinge wie z.B. die Einschränkungen beim Updating nicht gefallen. Aber ein pauschaler Rat a la "Finger von lassen, zu Linux wechseln" ist gerade im professionellen Umfeld ebenso Unsinn. Geschrieben auf einem PC mit OpenSuse Leap 42.2 ;-)

Antwort von Tooler1 , 11:59 Uhr

Da Windows 7 die einzige, vernünftig einsetzbare Windows-Betriebssoftware für professionelle Anwender ist, stellt die Update Einstellung für dieses Programm ein schwerwiegendes Problem da. Windows 10 ist für Profis nur bedingt tauglich. Für Kinder, Schüler und Anwender, die ihren PC lediglich zum Spielen oder für Media Zwecke nutzen ist ist Windows 10 durchaus empfehlenswert, alle anderen sollten die Finger davon lassen und, bei ausbleibenden Updates für Windows 7, zu Linux wechseln.

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Antwort von Patrick , 16:43 Uhr

Kann ich verstehen diesmal betrifft es erstmal den unbeliebten vorgänger Vista bis Anfang 2020 wird win 7 noch regelmäßig mit updates versorgt ohne internet kann man aber auch dann noch weiterhinn sorglos win 7 einsetzen die produkte selbst laufen ja auch ohne updates weiter