Partnerorganisationen werden zusammengelegt: Microsoft strukturiert um

Zum 1. Februar 2017 nimmt Microsoft grundlegende Änderungen an seiner Konzernstruktur vor. Davon betroffen sind die Sales-, Services-, und Partner-Abteilungen.

(Foto: Microsoft)

Microsoft läutet eine neue Runde der Reorganisation ein. Die bisherige Dreiteilung der Partner-Ansprache in Consumer, Mittelstand und Enterprise gehört somit bald der Vergangenheit an. Die Enterprise and Partner Group (EPG) kümmert sich bislang gemeinsam mit ausgewählten Partnern um die großen Unternehmenskunden mit mehr als 500 Rechner-Arbeitsplätzen. Der Geschäftsbereich Small and Medium Business (SMS&P), in dem die Vertriebsaktivitäten von Microsoft Business Solutions integriert sind, verantwortet die Betreuung kleiner und mittelständischer Unternehmen mit bis zu 500 Rechner-Arbeitsplätzen. Diese beiden Bereiche werden zum 1. Februar 2017 zusammengefasst, obwohl es durchaus unterschiedliche Geschäftsbereiche sind.

Ihren Ursprung hat die Reorganisation in der Übernahme des Executive Vice President-Postens Mitte 2016 durch Judson Althoff, der damit die Verantwortung für die »Commercial Business Group« übernahm. Zwei Abteilungen unter Althoff fusionieren nun. Chef der zusammengelegten Partnerorganisation aus ERP und SMS&P soll Chris Weber werden, der bislang als Corporate Vice President den SMS&P-Bereich anführte.

Microsoft bauen zudem eine neue Einheit namens »One Commercial Partner» auf, in der verschiedene Partner-Teams innerhalb der »Commercial Business Group« verknüpft werden sollen. Leiten soll das neue Konstrukt Ron Huddleston, der vor einem halben Jahr von Salesforce zu Microsoft kam.

Die Ankündigungen zu »One Commercial Partner« sind die logische Fortsetzung der «One Microsoft«-Strategie, die Steve Ballmer 2013 eingeführt hat. Sie soll die Zusammenarbeit verschiedener Geschäftsbereiche innerhalb vom Microsoft verbessern.

Im Zuge der Umstrukturierung wird außerdem eine neue Sparte namens »Microsoft Digital« gegründet. Ziel von Microsoft Digital wird es sein, mehr Partner und Kunden davon zu überzeugen, die diversen Cloud-Produkte des Unternehmens einzusetzen. Für den neuen Geschäftsteil sollen Technik-Gurus, Entwickler und Berater arbeiten, die auch Kunden zugewiesen werden können, falls das benötigt wird. Die neue Geschäftseinheit soll Anand Eswaran führen, der bisherige Chef von Microsoft Services

Außerdem wird Microsoft im Zuge der Neuorganisation zwei weitere Berieche kombinieren und zwar den Worldwide Public Sector und Industry Businesses. Die Leitung übernimmt Toni Townes-Whitley .

Bei Microsoft Deutschland ändert sich personell vorerst nichts: Gregor Bieler leitet weiterhin das Mittelstands- und Partnergeschäft.