Kurz vor möglichem Verkauf: Yahoo rutscht tiefer in die roten Zahlen

Kurz vor seinem möglichen Verkauf hat der Internetkonzern seine Verluste massiv ausgeweitet. Dafür ist vor allem eine Abschreibung auf Tumblr verantwortlich.

(Foto: Yahoo)

In seinen möglicherweise letzten eigenen Quartalszahlen musste Yahoo einen massiven Verlust verkraften. Statt einem Minus von 22 Millionen wie im Vorjahr stand machte der einstige Internet-Pionier in den letzten drei Monaten satte 440 Millionen Dollar Miese. Dafür ist verantwortlich ist vor allem eine heftige Abschreibung auf die Blog-Plattform Tumblr, die mit 480 Millionen Dollar zu Buche schlägt.

Yahoo hatte den Dienst 2013 für rund eine Milliarde Dollar übernommen (CRN berichtete). Damals war Tumblr noch mit 800 Millionen Dollar bewertet worden. Firmenchefin Marissa Mayer wollte mit dieser und weiteren Übernahmen Yahoo attraktiver für junge Nutzer machen. Mayer war vor vier Jahren zum Internet-Konzern gestoßen und sollte ihn sanieren. Doch auch sie konnte die Werbeerlöse nicht nach oben treiben.

Yahoo hat deshalb sein Kerngeschäft selbst zum Verkauf gestellt. Allerdings scheinen potentielle Interessenten durch schlechte interne Geschäftszahlen abgeschreckt worden zu sein (CRN berichtete).