Überraschender Rückzug: Intel-CEO Otellini tritt zurück

Paul Otellini hat überraschend seinen Rücktritt erklärt. Der Intel-CEO wird im Mai 2013 abtreten

Intel-CEO Otellini geht von der Bühne. © Intel

Intel steht ohne CEO da. Überraschend hat Paul Otellini seinen Rücktritt erklärt. So soll Paul Otellini auf der Aktionärsvollversammlung im Mai 2013 seinen Posten aufgeben, wie der Konzern am 19. November 2012 bekannt gab.

Aktuell beginne der Aufsichtsrat mit der Suche eines Nachfolgers und werde interne und externe Kandidaten für den Posten prüfen. Auch der 62-jährige Otellini selbst soll sich an der Suche beteiligen. Der Nachfolger soll weiterhin vom Intel-CEO eingearbeitet werden, wofür eine Frist von sechs Monaten nach der Aktionärsversammlung eingeplant ist.

Mit seinen 62 Jahren könnte Otellini theoretisch noch bis 2015 für Intel tätig sein. Der Konzern hat eine verbindliche Altersgrenze von 65 Jahren.

Erst Anfang dieses Jahres hat Intel die Konzernspitze umgebaut. David Perlmutter wurde auf den Chefposten aller Produktabteilungen gesetzt und galt als nahezu designierter Nachfolger Otellinis. Ob er wirklich als CEO bei Intel antritt gilt jetzt ebenso fraglich, da Intel öffentlich nach einem Nachfolger sucht.

Der schwächelnde PC-Markt setzt Intel massiv unter Druck. Zwar hat der Halbleiterhersteller im dritten Quartal 2012 einen Gewinn von 3 Milliarden US-Dollar erwirtschaftet, gegenüber dem Vorjahr sank der Gewinn aber um 14 Prozent. Beim Umsatz musste Intel auch Abstriche machen und erzielte einen Umsatz von 13,5 Milliarden US-Dollar (-5,5 Prozent). Im Vorjahr konnte Intel noch einen Umsatz von 14,23 Milliarden US-Dollar vorweisen.