Neustart für Action IT nach der Insolvenz: »Wir wollen wieder die alte Stärke erreichen«

Action IT sieht sich, neun Monate nach der Insolvenz, wieder auf Kurs. Die Übernahme durch die Littlebit-Gruppe hat dem Grossisten auf die Beine geholfen. Jetzt plant das Unternehmen wieder mit Zuwachs auf der Kundenseite und beim Produktportfolio.

Gernot Sonnek, Jochen Bless und Mark Scherer
(Foto: Wolfgang Kühn)

Patrick Matzinger, CEO der Schweizer Littlebit Technology Group, hat nicht lange gefackelt, als der Paderborner Komponentenspezialist Action IT einen Retter suchte: Im Juli 2017 übernahm seine Firma den Paderborner Grossisten, nachdem dieser in die Insolvenz geschlittert war. Schließlich gab es, wie Matzinger im Gespräch mit CRN sagt, kaum Überschneidungen im Produktangebot. Nach ziemlich genau neun Monaten stellt sich die Frage: Hat sich die Übernahme für Littlebit, die bereits eine eigene deutsche Niederlassung in Alzenau haben, gelohnt?« Matzinger gibt sich optimistisch: »Wir bewegen uns Schritt für Schritt auf gutem Weg. Wenn die Pläne eingehalten werden, wird sich Action IT profitabel entwickeln.«

Das können die Hauptakteure im ostwestfälischen Paderborn, die Geschäftsführer Bless und Sonnek sowie Einkaufsleiter Scherer, zugleich Mitglied der Geschäftsleitung, nur unterstreichen. Natürlich hätten die Mo-nate vor der Übernahme viel Kraft gekostet. Aber mittlerweile sei wieder Ruhe eingetreten, das Tagesgeschäft bestimme den Alltag.

Immerhin, so Jochen Bless im Gespräch mit CRN, »haben wir jetzt schon wieder mehr als 1.500 kaufende Kunden, für die wir etwa 3.500 Produkte vorhalten. Monatlich kommen 100 bis 150 neue Kunden hinzu.« Und Gernot Sonnek, der einst zusammen mit Mark Scherer das Großhandelsgeschäft gegründet hatte, begründet die »gute Kundenakquise« im hart umkämpften Distributionsmarkt damit, dass »die Kunden uns gekannt haben und wussten, was wir können und wer wir sind«.

Übersicht