Nachholbedarf beim Server-Vertrieb: Lenovo baut Channel-Betreuung für Server aus

Noch ist Lenovos Datacenter-Sparte das Sorgenkind im Konzern. In Deutschland läuft das Geschäft mit Servern zwar besser, aber auch hier gibt es noch Luft nach oben. Mit mehr Sales-Mitarbeitern und bald auch einem eigenen Channelchef soll das Servergeschäft endlich ins Rollen kommen.

Lenovo-Geschäftsführer und Channelchef Bernhard Fauser
(Foto: Lenovo)

Das weltweite Geschäft von Lenovo läuft derzeit nicht ganz rund. Im zweiten Quartal 2017 schockte der IT-Hersteller nicht nur mit einem Quartalsverlust und stagnierenden Umsätzen. Lenovo musste auch die Position als weltweit größter PC-Hersteller wieder an HP abgegeben (CRN berichtete).

Sorgenkind im Konzern ist das Servergeschäft, das Lenovo vor drei Jahren mit dem Zukauf von IBMs System-x-Sparte verstärkt hatte. Während die Umsätze bei PCs und Smartphones im zweiten Quartal noch leicht zulegen konnten, waren die der Data Center-Sparte rückläufig. Operativ schrieb die Sparte rote Zahlen.

In Deutschland sieht das nach den Worten von Lenovo-Geschäftsführer und Channelchef Bernhard Fauser deutlich besser aus. »Wir sind mit den Ergebnissen des zweiten Quartals in Deutschland sehr zufrieden«, betont Fauser im CRN-Gespräch. Vor allem das PC-Geschäft würde von einer starken Nachfrage im Großkundensegment profitieren, die auch den Rest des Jahres anhalten dürfte. »Wir befinden uns hier noch immer auf der Windows 10-Migrationsschiene und nicht wenige Kunden haben noch nicht einmal auf Windows 7 umgestellt.« Die verstärkt auftretenden Sicherheitslücken würden die Nachfrage zusätzlich ankurbeln, so Fauser. Natürlich sei das Geschäft mit großen Unternehmenskunden hart umkämpft, aber eben auch lukrativ. Für den gesamten PC-Markt erwartet er in den kommenden Jahren kein großes Wachstum, aber eine konstante Nachfrage, denn irgendein Device würden Kunden auch in Zukunft immer benötigen.