Apple-Entwicklerkonferenz WWDC: Produktfeuerwerk statt Softwareentwicklung

Mit dem »Homepod« hat Apple ein neues Produkt präsentiert, das Amazons »Echo« und Sonos-Boxen Konkurrenz machen soll.

(Foto: Apple)

Eigentlich ist Apples jährliche WWDC nur für Entwickler spannend, stellt der Konzern aus Cupertino hier doch meist nur neue Versionen seiner Betriebssysteme macOS oder iOS vor. Zwar wurden in San Jose auch die neue iOS-Version 11 sowie »macOS High Sierra« angekündigt, doch entgegen aller Tradition präsentierte Apple auch zahlreiche Neuerungen bei der Hardware, die von neuen Komponenten für MacBooks und iMacs bis hin zu für den iPhone-Hersteller völlig neuen Produktkategorien reichten. Solch ein neues Produkt ist der »Homepod«, ein vernetzter Multiroom-Lautsprecher, den Apple-Chef Tim Cook am Ende seiner Keynote in alter Steve-Jobs-Manier mit den Worten »one last thing« ankündigte. Auch der Name dürfte mit Bedacht gewählt worden sein, schließlich hatte Apple mit dem iPod vor 16 Jahren den Musikkonsum für unterwegs vollkommen verändert — ähnliches erhofft sich das Unternehmen jetzt vom Homepod. Dabei bringt der Lautsprecher keine bahnbrechenden Neuerungen, sondern wird ähnlich wie Amazons Alexa mit Apples eigenem Assisstenten Siri per Stimme gesteuert. Apple will vor allem bei der Klangqualität punkten und positioniert den Homepod vor allem als Konkurrenz zu den beliebten High-End-Lautsprechern von Sonos, die ihrerseits smarte Funktionen vermissen lassen. Im Inneren werkelt mit dem haueigenen A8-Prozessor derselbe Chip, der auch das iPhone 6 antreibt.

Der Homepod soll die Ausmaße des Raums vermessen und die Wiedergabe dementsprechend anpassen können. Apple verspricht, keine Daten abzugreifen, bis das Gerät mit dem bekannten Befehl »Hey Siri« aufgeweckt wird. Auch während des aktiven Betriebs sollen die Nutzerdaten nur verschlüsselt und anonymisiert an Apple weitergeleitet werden. Apple-typisch ist der Preis für das Ende des Jahres auf den Markt kommende Gerät: Dieser soll bei 349 Dollar liegen.

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