Erfolgreiche Startbilanz für »Amazon Business«: Amazon brilliert – Channel verliert?

Amazon zieht eine positive Bilanz für seinen Service »Amazon Business«. Inzwischen sind auch bereits mehr als 10.000 Reseller auf der Beschaffungsplattform vertreten. Für die Distribution stellt der B2B-Vorstoß des Internetriesen aber auch eine Bedrohung dar.

Etail vs. Distribution

Nicht wegdiskutieren aber kann man, dass Etailer den Distributoren beim Zwischenhandel mit Commodity-Produkten allmählich gänzlich den Rang ablaufen. Es ist also nur konsequent, dass beispielsweise die Fachhandelskooperation Synaxon mit Cyberport nun einen weiteren Internethändler als Lieferanten zeichnete – auf ausdrücklichen Wunsch der kooperierten Mitglieder, wie Synaxon hervorhebt: »Seit Jahren führen wir regelmäßig Umfragen unter unseren Partnern durch und erfragen, welche Lieferanten sich Händler, Dienstleister und Systemhäuser im Synaxon-Portfolio wünschen. In der Vergangenheit hat sich klar abgezeichnet, dass Cyberport ganz oben auf der Wunschliste steht«, erklärt Jan Schwarzenberger, Leiter Einkauf und Prokurist bei Synaxon, zum Start der Kooperation. Hersteller und Händler bestätigen immer wieder, dass die Bedeutung der Etailer als Einkaufsquelle enorm gestiegen ist. Und so entsteht für die Distribution eine zunehmend unangenehme Situation wie der englische Context-Analyst Wagstaff am Beispiel Amazon beobachtet. Er warnt die Distributoren davor, den Wettbewerb zu verkennen: »Es wird eine zunehmend ungemütliche Situation, da Amazon auf das Fulfillment der Distributoren baut und gleichzeitig zunehmend in den Wettbewerb mit ihnen tritt.«