Clock Signal Bug: Die Liste der betroffenen Hersteller weitet sich aus

Der für den Taktsignal-Bug verantwortliche Intel-Chip ist viel weiter verbreitet als zunächst angenommen.

(Foto: Sergey Tarasov - Fotolia)

Der Intel Atom Prozessor der Serie C2000, auch unter den Namen Avoton und Rangeley bekannt, ist aufgrund eines feherhaften »Low Pin Count Bus Clock Output« sehr wahrscheinlich dafür verantwortlich, dass Netzwerk-Geräte nach 18 Monaten anfangen auszufallen und danach nicht mehr gestartet werden können und somit unbrauchbar sind. Das zunächst bei Cisco-Switches auftretende Problem betrifft weit mehr Hersteller als bisher bekannt. Neben Switches sind auch Firewalls, NAS-Systeme, Mainboards. WLAN-Controller und Router betroffen etwa von HPE, Juniper, Dell, Asrock, NEC und Synology. Der NAS-Hersteller gab bekannt, dass die Systeme DS415+, DS1515+, DS1815+, DS2415+, RS815+ und RS2416+ den fehlerhaften Intel-Chip verwenden.

Die Hersteller reagieren unterschiedlich. Während Cisco unter bestimmten Bedingungen die betroffenen Geräte austauscht und dafür 125 Millionen Dollar zur Seite gelegt hat, Synology als ersten Schritt die Garantie für die Systeme mit dem Atom-Prozessor um ein Jahr verlängert und HPE den Bug bestätigt, äußern sich andere gar nicht zu dem Problem. Es wird wohl IT-Service-Providern und Administratoren noch viel Kopfzerbrechen bereiten.