Huawei verkauft mehr Server denn je: Gartner: Server-Markt immer noch auf Schrumpfkurs

Die Verlagerung von Server-Kapazitäten in die Cloud und in die Rechenzentren der Hyperscaler wirkt sich auch auf die Verkaufszahlen der Hersteller aus. Während Marktführer HPE im Schlussquartal 2016 schwächelte, konnte vor allem Huawei kräftig aufholen.

(Foto: HPE)

Die weltweiten Serververkäufe gingen auch im vierten Quartal 2016 weiter zurück. Laut dem Marktforschungsinstitut Gartner sanken die Umsätze um 1,9 Prozent, die Verkäufe um 0,6 Prozent. Im Gesamtjahr 2016 erreichte der weltweite Absatz mit plus 0,1 Prozent zumindest wieder das Vorjahresniveau. Die Umsätze lagen jedoch um 2,7 Prozent unter denen des Vorjahres.

Deutlich schwächer entwickelte sich der Markt in der EMEA-Region, der im vierten Quartal erneut zweistellig einbrach. Laut Gartner sanken die Server-Umsätze gegenüber der Vorjahr um 11,4 Prozent, die Verkaufszahlen um 3,6 Prozent.

Die Analysten machen gleich mehrere Faktoren für diese Entwicklung verantwortlich. Neben der wirtschaftlichen und politischen Unsicherheit spielte die fortschreitende Verlagerung von Rechenaufgaben in die Cloud und die Konsolidierung von Server-Workloads auf weniger Maschinen dabei eine Rolle. Hyperscale-Rechenzentren etwa von Amazon, Facebook und Google wurden deutlich stärker ausgebaut als die von Unternehmen.

Das wirkte sich auch auf die Verkaufszahlen der großen Hersteller aus. So konnte der chinesische Anbieter Huawei 64 Prozent mehr Maschinen verkaufen als noch im Vorjahr, die Umsätze stiegen sogar um 88 Prozent. Dagegen mussten die Mitbewerber teils empfindliche Rückgänge verkraften. Bei Marktführer HPE, aber auch IBM und Lenovo brachen die Server-Umsätze im vierten Quartal 2016 zweistellig ein. Nach verkauften Stückzahlen konnte Dell sogar an HPE vorbei vorbeiziehen. Huawei schaffte es weltweit unter die Top drei.