PC-Hersteller beenden langjährigen Streit: Einigung bei Urheberabgaben für PCs

Der Bitkom und die Verwertungsgesellschaften haben ihren langjährigen Streit über die Höhe der Urheberrechtsabgaben für PCs beendet. Für die Jahre 2001 bis 2007 werden zwischen zwei und 3,50 Euro pro Gerät fällig.

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Der Digitalverband Bitkom und die Verwertungsgesellschaften haben sich nach einem langjährigen Streit über die Höhe der urheberrechtlichen Abgaben für PCs auf einen Vergleich geeinigt. Die Regelung betrifft die Jahre von 2001 bis 2007 und ausschließlich legale Kopien von Texten und Bildern auf PCs. Die Abgaben betragen 3,50 Euro für privat und zwei Euro für geschäftlich genutzte PCs. Hersteller und Importeure von PCs zahlen die Gebühren an die VG WORT und VG Bild-Kunst, die das Geld an die Urheber ausschütten. Mit den Geräteabgaben soll das legale Kopieren von urheberrechtlich geschützten Texten und Bildern für den privaten Gebrauch abgegolten werden.

»Wir haben eine vernünftige Lösung gefunden und bringen damit einen langjährigen Rechtsstreit zu einem einvernehmlichen Ende«, sagte Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder. Die Einigung sei möglich geworden, weil die Abgaben eine angemessene Höhe hätten. Die VG Wort hatte für Privatkopien allein von Texten und Bildern für den Zeitraum bis 2007 ursprünglich einen Tarif veröffentlicht, mit dem 30 Euro pro PC gefordert wurde. Seit dem Jahr 2008 gilt ein neues Gesetz, bei dem die Abgaben für das legale Kopieren von Texten und Bildern, aber auch von anderen Medien wie Musik und Filmen 3,20 bis 10,55 Euro pro PC betragen. Diese sind heute im Kaufpreis enthalten.