Tenable Network Security baut Portfolio aus: »Kunden verlangen aktiv nach Cloud-Lösungen«

Mit einem cloudbasierten Schwachstellenmanagement will Tenable sich und seinen Partnern neue Kundengruppen erschließen. Angedacht ist ein Treuhänder-Modell, wie Microsoft es mit T-Systems umgesetzt hat. Dazu erweitern Web Application Security und Container Security das Portfolio des Herstellers.

Rainer Dresbach, Sales Director DACH bei Tenable Network Security
(Foto: Tenable Network Security)

Im Gespräch auf der letztjährigen it-sa hatten sich die Verantwortlichen von Tenable Network Security noch einigermaßen zurückhaltend geäußert, was den Erfolg ihrer Cloud-Lösung auf dem deutschsprachigen Markt angeht. Zu groß sei die Skepsis der hiesigen Kunden, lautete die Einschätzung, man werde das Thema daher nicht so sehr in den Vordergrund rücken. Mittlerweile hat im Markt aber wohl ein Umdenken stattgefunden. Zumindest rechnet sich der Hersteller mit seinem cloudbasierten Schwachstellenmanagement mittlerweile gute Chancen aus. »Natürlich gibt es bei vielen Kunden noch eine gewisse Zurückhaltung bei der Cloud«, erklärt Rainer Dresbach, Sales Director DACH. »Viele Kunden verlangen aber auch aktiv nach Cloud-Lösungen.«

Über die Gründe lässt sich nur spekulieren. Vielleicht ist die Cloud inzwischen ein Stück alltäglicher geworden. Vielleicht brennt vielen Unternehmen aber auch die näher rückende EU-Datenschutzgrundverordnung unter den Nägeln, sodass sie nach einfach zu beziehenden Sicherheitslösungen suchen. Und vielleicht haben auch aufsehenerregende Vorfälle wie die Ransomware-Attacken mit »Wannacry« noch einmal für einen Schub im Security-Markt gesorgt.

»Vielen Kunden wird die Security-Welt zu komplex und sie hissen die weiße Fahne, vor allem im Mittelstand«, hat Dresbach festgestellt. Bei ihnen will der Hersteller mit seinen Cloud-Lösungen punkten. Allerdings weiß er auch, dass gerade die deutschen Kunden vor allem lokalen Anbietern vertrauen. Derzeit nutzt Tenable noch das AWS-Rechenzentrum in Frankfurt, doch Dresbach wäre ein Treuhänder-Modell am liebsten, wie Microsoft es mit T-Systems umgesetzt hat. Aktuell ist der Manager auf der Suche nach einem lokalen Partner, der als Treuhänder fungieren kann.

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