Vielleicht größter Hack der Geschichte: Daten von 500 Millionen Yahoo-Nutzern geklaut

Yahoo wurde Opfer eines gigantischen Datenklaus. 500 Millionen Nutzer sollen betroffen sein.

(Foto: Yahoo)

Yahoo hat eingeräumt, schon 2014 Opfer des vielleicht größten Datendiebstahls der Geschichte geworden zu sein. Betroffen sind 500 Millionen Nutzer, von denen die Namen, E-Mails, Telefonnummern und Geburtsdaten entwendet worden sein sollen. Zwar hatten die Täter laut Yahoo keinen Zugriff auf Passwörter, Bankverbindungen oder Kreditkartendaten, dafür aber auf die sogenannten Sicherheitsabfragen, mit denen die Nutzer — und vielleicht auch jetzt die Angreifer — die Passwörter zurücksetzen und ändern können.

Yahoo hat zwar die notwendigen Schritte unternommen, um die die eigenen Konten zu schützen, verwenden die Nutzer aber dieselbe Sicherheitsabfrage für ein anderes Konto, beispielsweise bei Google, könnten die Hacker mit den erbeuteten Informationen diesen Account kapern.

Schon Anfang August hatte es erste Berichte zu dem nun öffentlich gewordenen Hack gegeben. Damals hatte ein Hacker behauptet, im Besitz von Daten von über 200 Millionen Yahoo-Kunden zu sein. Der Konzern hatte damals versprochen, die Sache zu überprüfen. Jetzt heißt es, dass man mit den Sicherheitsbehörden zusammenarbeite.

Unklar bleibt auch, ob die erfolgreiche Attacke Auswirkungen auf die aktuell laufenden Verkaufsgespräche mit dem Telekommunikationskonzern Verizon haben wird. Dieser hatte angekündigt, das kriselnde Yahoo für rund fünf Milliarden Dollar übernehmen zu wollen. (CRN berichtete) Ziel von Verizon ist, aus den einstiegen Internetstars AOL und Yahoo einen schlagkräftigen Konkurrenten für die neuen Internetstars Google und Facebook zu formen. Insidern zufolge soll die Marke Yahoo aber auch unter dem Dach von Verizon bestehen bleiben.