Netzwerkmanagement aus der Cloud: Lancom öffnet Management Cloud für den Channel

Nach einer ersten Pilotphose dürften alle Lancom-Reseller die Management Cloud des Herstellers vertreiben. Kostenlose Cloud-Starter-Lizenzen sollen den Einstieg besonders einfach machen.

Stefan Herrlich, geschäftsführender Gesellschafter von Lancom
(Foto: Lancom)

Lancom rückt seinen Channel ins Zentrum der Vermarktung der Lancom Management Cloud (LMC). Nachdem die erste Pilotphase abgeschlossen wurde, können ab sofort alle Reseller Netzwerkprojekte hochautomatisiert per Software-defined Networking über die LMC verwalten.

Kostenlose Cloud-Starter-Lizenzen sollen den Einstieg in das neue Geschäftsmodell erleichtern. Mit den Lizenzen mit einer Laufzeit von 30 Tagen können Reseller neue Geräte automatisch in die LMC einbuchen und ohne Einschränkungen konfigurieren und überwachen ohne vorab Lizenzen zu erwerben. Nach Ablauf der 30 Tage steht ein einfaches Status-Monitoring über das Dashboard und die Geräteübersicht zur Verfügung. Für den weiteren vollumfänglichen Betrieb der Geräte in der LMC ist dann eine reguläre Lizenz erforderlich.

Die LMC ist nach Herstellerangaben die erste hyper-integrierte Netzwerkmanagement-Lösung am Markt. Durch die Verbindung von SDN- und Cloud-Technologien legt sie die Basis für das hochautomatisierte Management aller Netzwerkkomponenten in WAN, LAN und WLAN. In Kombination mit seinem traditionellen Hardware-Portfolio aus Routern, Gateways, Switches und Access Points gibt Lancom seinen Fachhändlern ein Werkzeug an die Hand, mit dem sie Kundennetze effizient aufsetzen, überwachen und verwalten können. Darüber hinaus kann der Channel neue Dienstleistungen wie Network-as-a-Service (NaaS) und Infrastructure-as-a-Service (IaaS) anbieten.

Das Leistungsspektrum seiner Management Cloud baut Lancom fortlaufend aus. So hat der Hersteller die WLAN-Funktionen der LMC pünktlich zum Start der Flächenvermarktung um die visuelle Darstellung von Standorten (Floor Plans) erweitert, die die exakte Platzierung von Access Points ermöglicht. Eine grobe Ausleuchtungsübersicht mit Client-Zahlen, Kanallast und Empfangsqualität erleichtert die Planung, bei Bedarf können zudem die Kanäle der WLAN-Geräte geändert werden.
Über das ebenfalls neue Switch Easy-Port Config und Monitoring lassen sich Switch-Ports anhand der angeschlossenen Geräte automatisch benennen. Dadurch wird das Monitoring und die Dokumentation des Netzwerkes vereinfacht.

»Mit der Lancom Management Cloud geben wir unseren Partnern ein mächtiges Werkzeug an die Hand, mit dem sie das Management ihrer Kundennetze radikal vereinfachen und gleichzeitig völlig neue Geschäftsmodelle aufsetzen können«, zeigt sich Stefan Herrlich, geschäftsführender Gesellschafter von Lancom überzeugt. »Selbst kleinen Systemhäusern ebnen wir so den Weg ins lukrative Service- und Dienstleistungsgeschäft.«

Kommentare (4) Alle Kommentare

Antwort von Steffen , 12:13 Uhr

Gibt es alles schon seit vielen Jahren aus den USA. Lancom meint mit proprietären Lösungen zu Punkten, hier irrt man gewaltig siehe HPE, Cisco und Co. Profis bedienen sich schon lange mit offenen Lösungen welche exakt an Kundenbedürfnisse angepasst werden. Die Hardware ist nicht entscheidend zumal diese heute eh keine Unterschiede mehr aufweist.

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Antwort von LANCOM Presseteam , 10:40 Uhr

Hallo Steffen,

die LANCOM Management Cloud (LMC) unterscheidet sich in mehreren Punkten deutlich von Mittbewerbsprodukten:

Die Lösung bietet eine Kombination aus Software-defined Networking (SDN) und Cloud-Technologien, die das hochautomatisierte Aufsetzen, Überwachen und Verwalten ganzer Netze inklusive aller Komponenten – Router, Gateways, Switches, WLAN Access Points – per SD-WAN, SD-LAN und SD-WLAN ermöglicht. Damit macht die LMC Vernetzungsszenarien aller Größenordnungen und Komplexitätsgrade einfach beherrschbar und reduziert die Zeitaufwände und Kosten für Management und Monitoring in WAN, LAN und WLAN auf ein Minimum.

Im Vergleich zu Hardware-unabhängigen Lösungen bietet sie eine deutlich größere Integrationstiefe, so dass die Vorteile von SDN tatsächlich vollumfänglich genutzt werden können. Das Zusammenspiel mit der Hardware ist dabei der Dreh- und Angelpunkt, da Mischinfrastrukturen nicht ansatzweise vergleichbar zentral und effizient verwaltet werden können.

Wie Sie schreiben: Offene Lösungen müssen kosten- und zeitaufwendig an die Kundenbedürfnisse angepasst werden. Der Aufwand skaliert dabei mindestens linear mit der Anzahl unterschiedlicher Geräte verschiedener Hersteller. Genau das soll ja aber durch eine Cloudlösung verhindert werden.

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von herbi-13 , 12:06 Uhr

Mit der Einrichtung eines Routers habe ich auch in der Regel einen gewissen Schutz meines Netzwerkes konfiguriert. Das bedeutet, dass mein Router einen gewissen Überblick über mein Netzwerk hat. Wenn ich auf Sicherheit Wert lege, sollten diese Informationen nicht in einer Cloud verwaltet werden! Deshalb hoffe ich, dass ich meinen Router auch in Zukunft noch selbst konfigurieren kann - ohne Cloud!

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Antwort von LANCOM Presseteam , 12:12 Uhr

Hallo herbi-13,

wir wissen, dass es gegenüber Cloud-Technologien noch Bedenken und Zurückhaltung gibt.

Daher ist es für LANCOM selbstverständlich, dass unsere Kunden jetzt und auch in die Zukunft die freie Wahl haben: klassisches Management oder Management über die Cloud.

"Niemand muss, jeder kann in die Cloud". Für die, die in die Cloud gehen, haben wir jedoch umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen ergriffen. Alle Daten werden generell hoch verschlüsselt übertragen. Bei der öffentlichen LANCOM Management Cloud werden die Daten im deutschen Rechenzentrum gehostet und verarbeitet. Hier greift dann das strenge deutsche Datenschutzrecht. Außerdem bieten wir Kunden mit erhöhtem Sicherheitsbedürfnis auch die Möglichkeit, die Lancom Cloud im eigenen Rechenzentrum (On-Premise) zu hosten.

Mit freundlichen Grüßen