Automatisierung und intuitive Administration: Cisco baut ein »neues Netzwerk«

Cisco will eine neue Ära im Netzwerk starten: Intuitive Bedienung, weitgehende Automatisierung und Analytics lösen die bislang vorherrschende manuelle Verwaltung ab.

Falko Binder, Architecture Lead Enterprise Networking bei Cisco
(Foto: Cisco)

Jeder IT-Verantwortliche verwaltet nach Angabe von Cisco heute durchschnittlich hunderte von Geräten. Schon im Jahr 2020 könnte es Schätzungen zufolge bis zu eine Million Devices sein. Eine manuelle Konfiguration des Netzwerks – wie bislang meist noch üblich – stößt da schnell an ihre Grenzen. Vor allem die fortschreitende Vernetzung von Menschen, Dingen und Maschinen sowie die wachsende Bedrohung durch Cyber-Kriminelle stellen Netzwerke vor ganz neue Herausforderungen.

Auf diese Veränderungen reagiert Cisco mit der Vorstellung eines intelligenten Netzwerks, das weitgehend auf klassische Konfiguration verzichtet. »Das ist ein Quantensprung an Innovation«, gab sich Falko Binder, Architecture Lead Enterprise Networking bei Cisco, in der vergangenen Woche bei der Vorstellung des »New Network« im Vorfeld der Cisco Live-Konferenz euphorisch. »Das wird uns weiterbringen in der Art und Weise, wie wir, unsere Kunden und Partner Netzwerke managen.«

Das »neue Netzwerk« ist nach Angabe von Cisco das Ergebnis jahrelanger Forschung und Entwicklung. Mit dem Ansatz möchte der Hersteller ein Netzwerk realisieren, das Aktionen vorhersieht und automatisiert, Sicherheitsgefahren abwehrt und sich durch Lernprozesse selbständig weiterentwickelt. Die Basis für Netzwerke verlagert Cisco dabei von einem Hardware-zentrierten zu einem Software-getriebenen Ansatz.

Im Rahmen seiner Strategie rückt Cisco die drei Schlagworte Intention, Kontext und Intuition in den Mittelpunkt. Langwierige herkömmliche Konfigurationsprozesse werden durch das automatische Erkennen der Intention der Anwender abgelöst. Über die kontextbezogene Interpretation von Daten kann das Netzwerk künftig mehr Informationen bereitstellen. Dank maschinellem Lernen erkennt das intuitive Netz, wer, wann, wo und wie welche Daten nutzt, um eine höhere Sicherheit, individuellere Angebote und schnellere Prozesse zu gewährleisten.