Computex: Western Digital und Toshiba kündigen SSDs mit 64 Layern an

Die Entwicklung von 3D-NAND schreitet voran, mittlerweile können Western Digital und Toshiba die Speicherzellen in 64 Layern schichten. Erste SSDs sollen im zweiten Halbjahr verfügbar sein.

Die »WD Blue 3D SSD« von Western Digital
(Foto: Western Digital)

Das Joint Venture, das Western Digital und Toshiba für die Flash-Fertigung betreiben, macht Fortschritte bei der Weiterentwicklung von 3D-NAND. Hier werden Speicherzellen nicht mehr nur nebeneinander, sondern auch übereinander angeordnet, um eine höhere Dichte und damit auch höhere Kapazitäten zu erreichen. Auf 64 Layer mit TLC-Flash, bei dem die Speicherzellen anders als bei SLC und MLC drei Bits speichern können, bringen es die beiden Hersteller mittlerweile und zeigen die ersten damit ausgerüsteten SSDs derzeit auf der Computex.

Western Digital nutzt den neuen Speicher in seiner »WD Blue SSD«-Reihe sowie der »Sandisk Ultra«, die beide künftig den Zusatz »3D« tragen werden. Die WD Blue 3D SSD soll ab dem dritten Quartal mit Kapazitäten von 250 und 500 Gigabyte sowie 1 und 2 Terabyte sowohl als SATA-SSD als auch M.2-Modul verfügbar sein. Die Sandisk Ultra 3D wird es als klassische 2,5-Zoll-SSD mit denselben Kapazitäten geben. Für beide Serien verspricht der Hersteller eine sequentielle Leserate von 560 und eine sequentielle Schreibrate von 540 Megabyte pro Sekunde. Der Einstiegspreis soll bei knapp 100 Dollar liegen.

Die »XG5«-SSD von Toshiba
(Foto: Toshiba)

Schon etwas früher könnten die neuen NVMe-SSDs der »XG5«-Serie von Toshiba verfügbar sein – zumindest will der Hersteller erste Muster ab sofort an ausgewählte OEMs verschicken, bevor die allgemeine Auslieferung dann im zweiten Halbjahr startet. Die SSDs sollen mit 256 und 512 Gigabyte sowie 1 Terabyte und auch in Ausführungen mit automatischer Datenverschlüsselung verfügbar sein. Der Hersteller verbaut einen SLC-Cache für eine bessere Performance und stellt bis zu 2.100 Megabyte pro Sekunde beim sequentiellen Lesen beziehungsweise bis zu 3.000 Megabyte pro Sekunde beim sequentiellen Schreiben in Aussicht.