Vereinfachte Einstiegskonditionen: Juniper wirbt um neue Partner

Mit seinem neuen »J-Rap«-Programm schafft Juniper attraktivere Einstiegskonditionen für neue Reseller. Die Übernahmewelle im Netzwerkmarkt sieht der Hersteller dabei als günstigen Zeitpunkt, um neue Partnerschaften einzugehen.

Bert Zeleken, Director Enterprise & Partner Sales bei Juniper
(Foto: Juniper)

Die Karten im Netzwerkmarkt werden derzeit neu gemischt. Während Netze lange noch weitgehend von Hand konfiguriert wurden, übernimmt Software mittlerweile immer häufiger auch die Steuerung des Netzwerks. Themen wie Software-defined Networking und Network Function Virtualization machen Netzwerke zwar flexibler und effizienter, sorgen aber jedoch für neue Herausforderungen bei Anwendern und im Channel. Auch einige Übernahmen haben in jüngster Zeit für Aufsehen gesorgt. Vor allem Extreme Networks kauft in rasantem Tempo zu. Nach der Übernahme der WLAN-Sparte von Zebra Technologies im vergangenen Herbst möchte der amerikanische Netzwerkspezialist nun die Netzwerksparte von Avaya sowie die Broadcom-Tochter Brocade schlucken.

Das sorgt auch im Channel für Veränderungen – und damit beim ein oder anderen Systemhaus für Unsicherheit, wie es mit seinen bisherigen Herstellerpartnern weitergeht. Netzwerkspezialist Juniper möchte die Gunst der Stunde nutzen, um den eigenen Partnerkanal zu vergrößern. »Das ist für uns eine Chance, mit neuen Partner zu reden«, sagt Bert Zeleken, Director Enterprise & Partner Sales bei Juniper, im Gespräch mit CRN.

Mit seinem neuen J-Rap-Programm (Juniper Reseller Acceleration Program) möchte der Hersteller für neue Partner attraktiver werden. Die Initiative ermöglicht seit Anfang des Jahres einen vereinfachten Einstieg in eine Partnerschaft mit dem Netzwerk- und Security-Spezialisten.

Neue Partner profitieren im Rahmen des J-Rap-Programms von Anfang an von allen Vorteilen bestehender Reseller, etwa von Backend Rebates und einem regionalen Ansprechpartner. Sie haben dann vier Monate Zeit, um die für ihre Partnerstufe notwendigen Zertifizierungen abzulegen. »Das ist kein Geschenk. Auch die Partner müssen investieren, um am Ende gemeinsam mit uns den notwendigen Umsatz zu machen«, sagt Zeleken.

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